Neuigkeiten des Regionalverbands Harz e.V.

Wanderung ins Hainholz bei Düna   10.05.2013 - 07:44 Uhr
 
An diesem Sonntag wird zu einer Tour in die Gipskarstlandschaft Hainholz bei Düna eingeladen. Dr. Thomas Forche führt alle Interessierten auf dem Hainholz-Rundweg zu Naturattraktionen und Orten natürlicher Stille. Dabei erläutert er auch die Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbandes (DWV) für einen zertifizierten Wanderweg. Der Karstwanderweg wurde im September 2011 für drei Jahre vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet.
Die etwa 3-stündige Wanderung beginnt um 14 Uhr am Hainholz-Parkplatz am südlichen Ortsrand von Düna. C. L.
Weitere Informationen: www.karstwanderweg.de.
 
Kategorie: Geopark

Früh blüht es!   07.05.2013 - 11:55 Uhr
 
Die Wanderung mit der Bundestagsabgeordneten und Naturpark-Botschafterin Heike Brehmer führt zur Burgruine Anhalt und von dort über den Violenstein wieder ins Selketal zurück. Dabei gibt der Botaniker Dr. Hans-Ulrich Kison Einblicke in die reiche Frühlings-Pflanzenwelt. Heike Brehmer freut sich auf die Entdeckungstour an ihrem persönlichen Lieblingsort im Harz, dem Selketal, mit vielen an Natur und Geschichte Interessierten: „Der Naturpark Harz ist eng mit den hier lebenden Menschen verbunden, die sich mit viel Herz und Tatkraft für den Erhalt und die Förderung unserer schönen Region engagieren: Darum unterstütze ich ihn!“

Die Wanderung beginnt am Sonntag, 12. Mai 2013, 10.00 Uhr an der Selkemühle und dauert ungefähr drei Stunden. Erforderlich sind Wanderschuhe und strapazierfähige, lange Kleidung. Rucksackverpflegung wird empfohlen. I. R.

Zu unserem Bild: Auf einer Wanderung an Heike Brehmers persönlichem Lieblingsort im Harz, dem Selketal. Foto: RVH

 
Kategorie: Naturpark

Leberblümchen Hepatica nobilis   01.05.2013 - 00:00 Uhr
 
Blume des Jahres 2013 auch im Fallstein zu entdecken

Eine außergewöhnliche Pflanze und einen wertvollen Lebensraum stellt die Loki Schmidt Stiftung 2013 in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit: das Leberblümchen, eine nach der Bundesartenschutzverordnung in Deutschland besonders geschützte Pflanzenart. Dieses Blümchen kommt in der artenreichen Krautschicht alter Buchen- und Eichenwälder häufig mit anderen seltenen und gefährdeten Pflanzen vor. Das Leberblümchen stellt hohe Ansprüche an den Boden, der kalkhaltig und reich an hochwertigem Humus sein muß. Weil die Samen von Ameisen verbreitet werden, breitet es sich nur langsam aus. Deshalb ist es nur an Orten zu finden, wo der Wald seit mehr als 100 Jahren wächst. Der Höhenzug Fallstein bietet die besten Voraussetzungen für die geschützte Pflanze des Jahres 2013.
Das Leberblümchen erhielt seinen deutschen Namen aufgrund seiner Blattform, die an die menschliche Leber erinnert. Es gehört zu den Frühjahrsblühern und blüht von März bis April.
Noch in der Biedermeierzeit wurde das Leberblümchen als Heilmittel eingesetzt. Die Anwendung erfolgte hauptsächlich bei Erkrankungen der Leber und der Galle.
Die häufige Anpflanzung von Nadelbäumen, die den Boden mit ihrer Nadelstreu versauern führt zum Rückgang des Leberblümchens. Bodenverletzungen, zum Beispiel durch schwere Forstgeräte, verträgt das Leberblümchen absolut nicht.
Text: Christine Krebs, Kulturland Osterwieck
Foto: Linke
 
Kategorie: Allgemein

Walpurgisempfang   29.04.2013 - 16:09 Uhr
 
Jährlich am Freitag vor Walpurgis lädt der Regionalverband Harz an wechselnden Orten innerhalb der fünf Mitgliedslandkreise zu seinem Jahresempfang. Ende April 2013 versammelten sich die geladenen Gäste im Kursaal Bad Sachsa im Landkreis Osterode am Harz. Begrüßt wurden sie vom stellvertretenden Landrat Klaus Liebing (Landkreis Osterode am Harz). Als dienstältestes Mitglied des Vorstandes hielt Landrat Dr. Michael Ermrich (Landkreis Harz) den Jahresrückblick. Die wieder eindrucksvolle Bilanz und sein bevorstehendes Ausscheiden aus dem Vorstand nahm er am Ende seiner Rede zum Anlass, einerseits nochmals bis in die 1990er zurückzublicken und andererseits zu mahnen. Der Harz ist eine Region jeweils am Rande der drei Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Landkreise der Harzregion müssen deshalb auch in Zukunft zusammenhalten, um machtvoll Stimme für den Harz erheben zu können. Und mit Blick auf die Vorstandswahl am 18. Dezember wörtlich: „Bis dahin hatten dann die neu gewählten Landräte in den Landkreisen Goslar und Harz etwas Zeit, sich damit vertraut zu machen, warum wir im Harz einen gemeinsamen Regionalverband und einen gemeinsamen Tourismusverband auch künftig brauchen werden.“ Mit Dr. Michael Ermrich wird der letzte Landrat den Vorstand verlassen, der 1992 persönlich aktiv mitgewirkt hat an der Gründung des Regionalverbandes Harz, des Kulturverbands Harz und des Vereins Naturpark Harz. Es waren die drei Verbände, die 1995 zum neuen Regionalverband Harz zusammengegangen sind. Während der 21 Jahre war Landrat Dr. Michael Ermrich immer zugleich Visionär und Garant für Stabilität. Dafür dankte Klaus Liebing im Namen des Regionalverbandes.
Nach einem musikalischen Intermezzo standen traditionell Preisverleihungen an. Als erster Laudator würdigte der Kulturjournalist und Kantor h. c. Carsten Jelinski die „Harzbuerger Themenbrueder“. Mit ihrer Art Musik zu machen, füllt die Gruppe den riesigen Raum musikalischer Leere zwischen den beiden Polen der Liedermacher Georg Danzer, Rainhard Fendrich u. a. auf der einen und der Repräsentanten bayerisch-alpenländischer Musik (Wildecker Herzbuben, Heino ...) auf der anderen Seite. Ihr Können stellten die Männer um Markus Matuschke während des Empfangs eindrucksvoll unter Beweis und ernteten am Ende Standing Ovations für ihre Interpretation der „Köhlerliesel“.
Als Mitglied der Jury hielt Christiane Linke die Laudatio auf Daniel Wehmeyer. Hätten seine Eltern vor Jahren geahnt, welchen Berufswunsch ihr Sohn entwickeln würde, sie hätten Daniel zum 9. Geburtstag sicher kein Pony geschenkt! Inzwischen bewirtschaftet er 300 ha und veredelt das erzeugte Futter als Züchter des Harzer Roten Höhenviehs zu hochwertigem Fleisch aus ökologischer Produktion. Die erkennbare Rührung in den Augen der Festgäste, darunter in denen seiner Eltern, und die Dankbarkeit für die damit verbundenen Verdienste um den Erhalt unserer Kulturlandschaft ließen alle Zweifel vergessen! Kinder, die rechtzeitig lernen, Verantwortung (auch für ein Pony) zu übernehmen, sind dazu auch im Berufsleben befähigt. Landwirtschaft ist heute Daniel Wehmeyers Berufung. In seiner kurzen Erwiderung lud er alle ein, am 23. Juni seinen Hof in Düna zu besichtigen. Vielleicht, so stellt er fragend in Aussicht, werden dann auch die „Harzbuerger Themenbrueder“ für Unterhaltung sorgen, und Umweltminister Stephan Wenzel unter den Gratulanten sein. Letzterer konnte aus terminlichen Gründen nicht am Walpurgisempfang teilnehmen, schrieb aber, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Harz freut. K. G.

Zu unserem Bild:
Inmitten der „Harzbuerger Themenbrueder“ verließt Landrat Dr. Michael Ermrich den Text der Urkunde zum Harzer Kulturpreis 2013.
Foto: Dr. Klaus George
 
Kategorie: Regionalverband

Jenseits des Sichtbaren   27.04.2013 - 00:00 Uhr
 
Ausstellung im Museum Aschersleben

In seinem jüngsten Bilderzyklus unternimmt Frank Nitsche den malerischen Versuch, dem Innenleben der uns umgebenden Dinge und Landschaften auf die Spur zu kommen. Zuerst begegnet uns die äußere Form des Dargestellten: Da gibt es Stillleben mit Sessel oder Vasen, einen Garten, eine Stadt oder Küstenlandschaft. Diese zunächst einfachen Motive kommen in der Bildsprache Nitsches auf die vielfältigste Weise einher: zerbrechlich, geheimnisvoll, frech, sinnlich verführerisch oder auftrumpfend. Über die Farbstimmung in und um den Bildgegenstand wird ein weiteres vom Wesen des Dargestellten erzählt. Nitsche schafft es, einen Sessel oder eine „Kanne“ zum Leben zu erwecken und ihren „Charakter“ einzufangen. Seine Landschaften wirken verzaubert, sie offenbaren auf den zweiten Blick eine gefühlvolle Stimmung. Frank Nitsches Bilder ziehen den Betrachter magisch an, sie lassen ihn eintauchen in eine Welt opulenter Farben, überquellender Formen und heiteren Hintersinns.
Die Ausstellung ist vom 28. April bis zum 2. Juni zu sehen. C. L.
Öffnungszeiten: täglich außer montags 9 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr; samstags 14 - 17 Uhr
 
Kategorie: Kultur

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