Bergleute vor dem Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld © Dr. Klaus
Bergleute vor dem Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld © Dr. Klaus

Neuigkeiten

 

Naturparkpreis 2019

Jährlich vergibt der Regionalverband Harz den Harzer Naturparkpreis. Es ist ein Sachpreis im Wert von 500 Euro. Welche Sache beschafft werden soll, kann die Preisträgerin bzw. der Preisträger selbst bestimmen. Die Preisverleihung ist in den Jahresempfang des Regionalverbandes Harz eingebunden, der in diesem Jahr am 25. Oktober im Reit- und Sporthotel Stangerode stattfinden wird. Motto des diesjährigen Wettbewerbs um den Harzer Naturparkpreis ist: „Vielfalt schaffen durch nachhaltiges Handeln!“ Bewerbungen sind ab sofort bis zum 12. Juli 2019 möglich. Hier finden Sie weitere Informationen. C. L. 

Foto: Ray Behringer

Mit Film und Theater näher an die Natur

Die kostenfreie Ferienfreizeit „Silvana oder natürliche Schönheit kommt von innen“ richtet sich an Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Vom 5. bis 9. August finden die Film- und Theaterworkshops im Bildungshaus am Harz in Alterode statt. Anmeldungen sind noch bis zum 28. Juni möglich.

Die Teilnehmerinnen erwarten vier Übernachtungen mit Vollpension. KünstlerInnen geben Film- und Theaterworkshops und helfen so beim Einstieg in die eigene kreative Arbeit in der Natur. Die Mädchen gehen auf Entdeckungsreise rund um Alterode, schlüpfen in andere Rollen und erfinden eigene Geschichten, die sie in kleinen Filmen festhalten. Ende August finden noch ein Nachtreffen und die Abschlusspräsentation in Hettstedt statt.

Der Regionalverband Harz e. V. geht mit diesem Projekt neue Wege. Unterstützt wird er dabei von dem Kreis-Kinder- und Jugendring Mansfeld-Südharz und dem Humboldt-Gymnasium Hettstedt als Kooperationspartner. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Bundesverband Jugend und Film über das Programm „Kultur macht stark“. I. R.

Anmeldeformular

Naturpark Harz als Qualitätsnaturpark ausgezeichnet

100 Jahre Naturschutz als Staatsaufgabe und 50 Jahre Naturparke in Deutschland: das sind Jubiläen, die im Jahr 2006 Aufmerksamkeit auf einen gesellschaftlichen Bereich lenken, der nicht täglich für Nachrichten sorgt. Wenige Tage vor dem am 30. Mai in Bonn stattfindenden offiziellen Festakt 100 Jahre Naturschutz, auf dem Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sprechen wird, hat der Verband Deutscher Naturparke (VDN) die ersten Naturparke als "Qualitäts-Naturpark" ausgezeichnet. Am Ende einer Exkursion durch den Naturpark "Hochtaunus" nahm der Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz, Herr Dr. Klaus George, am letzten Dienstag in Neu-Anspach das Zertifikat aus den Händen des VDN-Präsidenten, Staatsminister a. D. Dr. Herbert Günther, entgegen. Gewürdigt werden damit die Leistungen, die beim Aufbau des erst 2003 eingerichteten Naturparks Harz/Sachsen erbracht wurden. Dass der Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt bereits nach so kurzer Zeit gleichsam in einer Liga spielt, in der so bekannte Namen wie die der Naturparke Altmühltal, Bayerischer Wald, Steinhuder Meer und neun weiterer Naturparke genannt werden, hat mehrere Ursachen. Zum einen wird der Regionalverband Harz als Träger des Naturparks vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt gefördert und ist damit in der Lage, die Natur der Harzregion vom Selketal im Osten bis zum Eckertal im Westen bzw. von den Harslebener Bergen im Norden bis zum Karstwanderweg am Südharzrand durch qualifizierte öffentlichkeitsarbeit in Wert zu setzen. Dazu kann sich der Regionalverband inzwischen auf ein Netzwerk von inzwischen über 100 Fördermitgliedern stützen, darunter viele Hotels und Gaststätten. Sie spielen als Verteilstellen für Informationsmaterialien wie die Faltblätter über die 16 Landmarken des UNESCO-Geoparks Harz oder über das Vierjahreszeitenprogramm "Naturerleben an den Harzer Schmalspurbahnen" eine zentrale Rolle. Im Innenmarketing der Region konnten so bisher mehr als 500.000 Gäste erreicht werden, weshalb manche der Faltblätter bereits in der dritten, überarbeiteten Auflage erscheinen. Bewusst setzt der Regionalverband dabei auf die so genannten Nebenreiseziele abseits vom Brocken oder dem Weltkulturerbe Quedlinburg. Indem die Gäste erfahren, dass es Vieles mehr zu sehen gibt, werden sie zum Wiederkommen angeregt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass die Nebenreiseziele ordentlich erschlossen und gepflegt sind. Dafür sorgen in der Region besonders der Harzklub und der Landschaftspflegeverband Harz. Als wichtige Partner des Naturparkträgers haben sie somit einen großen Anteil an der Zertifizierung "Qualitäts-Naturpark", die bisher 13 der 95 Naturparke in Deutschland erhalten haben.

Schönste Geotope Deutschlands

Unter der Schirmherrschaft des anwesenden Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, MdB Ernst Hinsken, hat die Akademie der Geowissenschaften am Freitag, dem 12. Mai 2006 im Leineschloss Hannover, dem Sitz des Niedersächsischen Landtages, den Bundeswettbewerb "Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" ausgewertet. Aus über 12.000 amtlich registrierten Geotopen und 180 Bewerbungen um die Anerkennung als "Nationaler Geotop" wurden 77 Geotope ausgewählt und ausgezeichnet. Geotope sind - von natürlichen oder künstlichen Aufschlüssen bis hin zu ganzen Landschaften - Orte, die Einblicke in die Erdgeschichte und oft auch Einblicke in die Nutzung von Rohstoffen gewähren. Als "Nationale Geotope" bzw. "National Geosites" sind sie auch für den Tourismus von großer Bedeutung, was Herr Hinsken anhand vieler Beispiele deutlich machen konnte. Für ihre Einbeziehung in das touristische Marketing ist die fünfjährig befristete Anerkennung, ihre gemeinsam Darstellung im ebenfalls am 12. Mai 2006 erschienen Bildband "Faszination Geologie. Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" sowie die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erteilte Erlaubnis das markenrechtlich geschützte Logo "planeterde – Welt der Geowissenschaften" für die Kennzeichnung der "Nationalen Geotope" zu verwenden, von größter Bedeutung. Nahezu jeder zehnte der anerkannten "Nationalen Geotope" liegt im UNESCO-Geopark "Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen", der gemeinsam vom Regionalverband Harz in Quedlinburg und von FEMO in Königslutter getragen wird. Im Einzelnen sind dies: - "Stromatolithen" am Heeseberg bei Jerxheim - Zechstein-Karstlandschaft am Südharz - Bergwerk Rammelsberg in Goslar - Harznordrand mit der Teufelsmauer - Bodetal im Harz - Harzer Blockhalden um den Brocken - "Lange Wand" bei Ilfeld.
Ein Besuch dieser "Nationalen Geotope" lohnt gerade um diese Jahreszeit, so der Quedlinburger Landrat Wolfram Kullik, Vorsitzender des Regionalverbandes Harz. Nähere Auskünfte enthalten die Faltblätter der 16 Landmarken, herausgegeben vom Regionalverband Harz (www.harzregion.de) oder das von der Akademie der Geowissenschaften herausgegebene Buch "Faszination Geologie", erhältlich ab sofort im Buchhandel (ISBN 3-510-62519-3).

Erlebnis Grünes Band

"Erlebnis Grünes Band" ist ein Erforschungs- und Erprobungsvorhaben des Bundesamtes für Naturschutz. In drei Modellregionen in Deutschland soll getestet werden, wie sich das Grüne Band - die frühere innerdeutsche Grenze - in die touristische Vermarktung integrieren lässt. Aus der erhofften Wertschöpfung könne langfristig die Sicherung des Systems artenreicher Biotope im ehemaligen Todesstreifen gesichert werden, so jedenfalls das Kalkül. Für die Harzregion vom Fallstein im Landkreis Halberstadt über den Nationalpark Harz bis zum Mackenröder Wald im Landkreis Nordhausen bzw. bis zum Grenzlandmuseum Tettenborn im Landkreis Osterode am Harz sollen dazu verschiedene Einzelprojekte realisiert werden. Auf Einladung des Regionalverbandes Harz (RVH), der das Projekt koordinieren wird, trafen sich am 18. April 2006 im Landratsamt Osterode am Harz Vertreter von Gebietskörperschaften und Vereinen der Harzregion, um über die Auswahl förderwürdiger Einzelprojekte und deren Vernetzung zu beraten. Wie der Geschäftsführer des RVH, Dr. Klaus George, zusammenfassend feststellte, war es wichtig, dass sich die Akteure untereinander kennen gelernt haben. Gemeinsam wollen sie das Projekt unter dem Motto "Grünes Band verbindet" zum Erfolg führen.

Geoparkbeirat berufen

Der Bürgermeister der Stadt Königslutter, Ottomar Lippelt, der Vorsitzende des Regionalverbandes Harz (RVH), Landrat Wolfram Kullik und der Vorsitzende des Vereins Freilicht- und Erlebnismuseum Königslutter (FEMO), Karl-Friedrich Weber, konnten am 20. April 2006 Geowissenschaftler, Vertreter von Naturschutz- und Tourismusverbänden sowie weitere sachkundige Personen begrüßen, die die Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen GbR als Trägerin des gleichnamigen UNESCO - Geoparks künftig in Fragen Geotopschutz, Wissensvermittlung und Vermarktung beraten werden. Der Geologe Dr. Henning Zellmer und der Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz, Dr. Klaus George, stellten die beiden Teilgebiete des Geoparks vor und gaben einen Ausblick auf die weitere Arbeit.