Veranstaltung in Wolfsberg @Dr. Klaus George
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Parlamentarischer Abend der Landschaften und Landschaftsverbände in Hannover 

Bröring sprach seinen ausdrücklichen Dank aus, dass die Kulturförderung nun auch in Niedersachsen gesetzlich verankert werde. Er stellte heraus, dass die Landschaften und Landschaftsverbände wichtige Träger der regionalen Kulturförderung seien, die sich als spartenübergeifende kulturelle Dienstleister sui generis verstünden und sich vor allem in der Pandemie als zuverlässige Partner des Landes für die Vergabe der Corona Sonderprogramme mit einem Volumen von rund 11 Millionen Euro erwiesen hätten. „Der Stellenwert der Landschaften und Landschaftsverbänden für die Kulturförderung ist sehr deutlich in unserer expliziten Nennung als Träger der regionalen Kulturförderung zu erkennen,“ stellt Bröring fest.

Er richtete seinen besonderen Dank an das Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Dieses habe gerade in der Zeit der Pandemie hohes Vertrauen in ALLviN gesetzt und so wurden 3 Corona- Sonderprogramme zur Abfederung bzw. zur Sicherung des kulturellen Lebens federführend zur Betreuung und Abwicklung in die Hände von ALLviN gegeben. Man war schon bei der Entwicklung der Förderprogramme auf Augenhöhe der eingebunden und konnte auf diese Weise antizipierend wirken. Dieses sei Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit von ALLviN. Bröring äußerte den Wunsch, dass auch die institutionelle Förderung der Landschaften im Landeshaushalt verstetigt werde.

Auch Busemann betonte die Bedeutung der dezentralen niedersächsischen Landschaften und Landschaftsverbände in seinem Grußwort, denn diese seien Garanten für die Vielfalt der Kultur in dem noch recht jungen Bundesland Niedersachsen, die sich vor allem in den einzelnen Regionen zeige. Sie seien fest in ihrer jeweiligen Region verwurzelt und nah dran an den Kulturschaffenden vor Ort. „Sie können flexibler agieren als es die öffentliche Verwaltung könnte. All das macht die Landschaften und Landschaftsverbände zu idealen Partnerinnen und Partnern für die Förderung, Pflege und Weiterentwicklung der Kultur in unserem Bundesland,“ brachte auch Busemann seine Anerkennung für die Leistung von ALLvin zum Ausdruck. Die vergangenen zwei Jahre hätten vielen Menschen den Stellenwert kultureller Angebote in schmerzlicher Weise besonders deutlich gemacht.

Minister Thümler stellte in seiner Rede heraus, dass er die Kulturförderung schon lange als staatliche Pflichtaufgabe verstehe und das neue Kulturfördergesetz für ihn ein klares Bekenntnis des Landes Niedersachsen für diese Aufgabe sei. Den Landschaften und Landschaftsverbänden sprach er eine hohe Kompetenz zu, die Bedarfe der Kulturschaffenden in ihren jeweiligen Regionen ganz genau zu kennen, zumal sich dort auch zahlreiche Ehrenamtliche in Kultur- und Heimatvereinen engagieren. „Sie sind erste Anlaufstelle für viele Kulturschaffende gewesen und haben als Gemeinschaft damit vor allem eine Plattform für den unbürokratischen Austausch, die effektive Zusammenarbeit und die professionelle Vertretung gemeinsamer Interessen geschaffen. Und der Erfolg gibt Ihnen recht,“ brachte auch Thümler die Wertschätzung gegenüber ALLviN zum Ausdruck.

Er bekannte sich auch zum Erhalt und Pflege der Minderheitensprachen, so mache er selbst sich immer wieder dafür stark, dass die Mittel an die Landschaften zum Erhalt der plattdeutschen Sprache weiter fließen.     

Aber es wurde nicht nur über Kultur geredet, sondern auch in seiner besten Form gezeigt. Wie lebendig Plattdeutsch auch in jungen Kulturformen ist, bewies die Plattdeutschbeauftragte der Emsländischen Landschaft mit einem plattdeutschen Poetry Text, mit dem sie einen großen Bogen über die Kulturlandschaften in Niedersachsen von der Küste, über Ems und Elbe bis in den Harz schlug und dabei auch aktuelle Themen wie die Auswirkungen der Pandemie für das Kulturleben und den Krieg in der Ukraine einbezog.   

Auch die stimmgewaltige Sängerin des Abends, Lara Held und Andreas Kösters am Piano, beide aus der Grafschaft Bentheim angereist, griffen das aktuelle Thema des Ukrainekrieges in zwei Hymnen für den Frieden „Imagine“ und „We shall overcome“ auf und sorgten an diesem Abend neben den sachlichen Themen für emotionale Momente.  

Nach zwei Jahren, gibt nun die Emsländische Landschaft die Geschäftsführung an den Landschaftsverband Osnabrücker Land und seiner Präsidentin Frau Katharina Pötter weiter. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, die mit dem heutigen Wechsel der ALLviN -Sprecherfunktion auf den Landschaftsverband Osnabrücker Land zukommen. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und sind zugleich dankbar. Denn wir finden ein wohlbestelltes Feld vor.“, betont Frau Pötter zu ihrem Amtsantritt in Richtung ihrer Vorgänger. „Wir treten in große Fußstapfen, aber auch wir werden sicherlich nach zwei Jahren eigene Fußstapfen in der Sprecherfunktion von ALLviN hinterlassen.“ Zum Abschluss sprach sie der ALLviN Gemeinschaft, die vor 25 Jahren auf Schloss Clemenswerth gegründet wurde, Glückwünsche zum Jubiläum aus.

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