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Teufelsmauer im Harz ist „Naturwunder des Jahres 2026“
Die Teufelsmauer im Harz ist zum „Naturwunder des Jahres 2026“ gewählt worden. Bei der diesjährigen Naturwunderwahl der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbandes setzte sich die markante Felsformation im nördlichen Harzvorland mit deutlichem Abstand an die Spitze. Insgesamt erhielt die Teufelsmauer 9.666 Stimmen und damit 30,46 Prozent aller abgegebenen Stimmen.
„Die Teufelsmauer zeigt, was Naturkräfte über Jahrmillionen formen können: Wind und Wasser schufen hier eine der markantesten Felsformationen Mitteldeutschlands. Als Geotop wird hier Erdgeschichte im wahrsten Sinne begreifbar“, erklärt Carolin Ruh vom Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Diese Verbindung aus geologischem Erbe und Naturerlebnis mache die Teufelsmauer verdient zum Naturwunder des Jahres. An die Gratulanten schließt sich auch Dirk Landau, Präsident des Deutschen Wanderverbands, an: „Wir gratulieren dem Förderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V., der diesen Kandidaten ins Rennen geschickt hat. Gut markierte Wege und Besucherlenkung sorgen dafür, dass sich Naturerlebnis und der Schutz sensibler Bereiche nicht ausschließen. Dieses Engagement vor Ort wird mit dem Titel Deutschlands Naturwunder 2026 gewürdigt.“
80 Millionen Jahre Erdgeschichte
Die Teufelsmauer gehört zu den markantesten Landschaftselementen des nördlichen Harzvorlandes. Die rund 80 Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen zählen zu den bedeutenden Geotopen Deutschlands. Tektonische Hebungen sowie die über Jahrmillionen wirkenden Kräfte von Wind und Wasser formten die heute weithin sichtbaren Felszüge. Die nährstoffarmen Böden und besonderen Standortbedingungen schaffen Lebensräume für spezialisierte Pflanzenarten. Auch Tiere wie Wanderfalken, Fledermäuse, Zauneidechsen und Schlingnattern finden zwischen den Felsen wertvolle Rückzugsräume.