Neuigkeiten des Regionalverbands Harz e.V.

„Welcome“ im Geopark   12.03.2010 - 15:04 Uhr
 
Nordhausen. „Das kommt genau zur richtigen Zeit“, freute sich Rita Tölle, Geschäftsführerin vom Waldhotel Sülzhayn und blättert noch einmal durch das neue Faltblatt zur Geopark-Landmarke Kohnstein auf Englisch. „Im April haben wir anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers ehemalige Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora hier und ihnen kann ich das jetzt gleich in die Hand geben.“ Das Faltblatt zum Kohnstein ist das neunte von insgesamt 17 Landmarken-Flyern der Harzregion, das nun ins Englische übersetzt wurde. „Die Faltblätter kann man auch bei uns, beim Regionalverband Harz, online bestellen. Daher wissen wir, dass es eine starke Auslandsnachfrage gibt, überwiegend aus den Niederlanden und Dänemark, aber auch aus Groß Britannien“, sagte Dr. Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverbandes (RVH), einem Gesellschafter der UNESCO-Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen GbR. Daher sei es wichtig, dass die Info-Blätter zu den Landmarken auch auf Englisch erscheinen, so Dr. George beim heutigen Treffen der Geopark-Netzwerkpartner im Waldhotel Sülzhayn, das ebenfalls mit dem Regionalverband zusammenarbeitet. Denn neben den Zielen, das geologische Erbe zu schützen und Umweltbildung anzubieten, soll der Geopark eben auch den naturnahen Tourismus fördern – auch im Hinblick auf ausländische Gäste.

Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, die Fördermitglied im Geopark-Netzwerk ist, freute sich über den Flyer: „Da kann ich jetzt meiner Tante in England einen schicken.“ Matthias Ehrhold regte an, bei der Vorstellung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora das Außenlager Juliushütte in Ellrich stärker einzubeziehen, dessen Angebot bald durch ein neues Informationssystem erweitert werde. Bislang hat der Regionalverband Harz rund 1,4 Millionen Faltblätter zu den 17 Landmarken gedruckt und verteilt. Der Flyer zum Kohnstein, der Landmarke 7, ist im vorigen Jahr in vierter Auflage erschienen und gehört damit zu den nachfragestärksten Faltblättern. „Wir drucken in der Regel die Faltblätter jeweils in einer Auflage von 15.000 Stück, die dann im Schnitt für ein Jahr reichen. Das Durchnummerieren der Landmarken hat sich als Erfolg erwiesen, denn hier merkt man die Sammelleidenschaft der Menschen. Wenn Ihnen eine Nummer fehlt, weil sie beispielsweise am Auslegungsort vergriffen war, bestellen sie die bei uns nach“, so Dr. Klaus George. Im Landkreis Nordhausen gibt es zwei Landmarken, den Kohnstein und den Poppenbergturm, die inklusive der 14 Geopunkte vollständig beschildert sind. „Das Landmarkenkonzept war eine Harzer Idee“, so der RVH-Geschäftsführer. Dass in Zukunft weitere Landmarken dazukommen, stellte Dr. George in Aussicht. Denkbar wäre auf lange Sicht beispielsweise eine Landmarke zum Thema Salz in Bleicherode und Sollstedt.

Die UNESCO, die den Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen zertifiziert hat, strebt an, dass weltweit maximal 200 Geoparke entstehen. Diese Anzahl– wenig im Vergleich zu schon gut 100 Naturparken allein in Deutschland – sei bewusst gedeckelt. „Die UNESCO will hier etwas Exklusives schaffen und setzt dabei hohe Qualitätskriterien an. So werden wir alle vier Jahre überprüft, ob wir unsere Ziele erreicht haben“, erläuterte Klaus George den Netzwerkpartnern wie dem Südharzer Tourismusverband, Stadt Nordhausen, Lift gGmbH und Werna, wo die einzige Geopark-Infostelle im Landkreis beheimatet ist. Die letzte erfolgreiche internationale Inspektion gab es im Sommer 2009 – belohnt mit der so genannten Green-Card, die die Mitgliedschaft im internationalen UNESCO-Netzwerk für weitere vier Jahre bescheinigt J.P.

Zum Foto – zu sehen sind (v.l.n.r.): Wolfgang Krug (OT-BM Werna), Dr. Klaus George (GF RVH), Rita Tölle (GF Waldhotel Sülzhayn), Matthias Ehrhold, BM Ellrich, Joachim Claus (LR), Ralf Harms (Leiter Untere Naturschutzbehörde Landratsamt NDH), Hannelore Haase (GF Lift), Dr. Cornelia Klose (Leiterin Kulturamt Stadt NDH) André Richter (Südharzer Tourismusverband)
 
Kategorie: Geopark

Konzert in der Tropfsteinhöhle   12.03.2010 - 00:00 Uhr
 
Am Samstag dem 20.03. 2010 gibt es ab 19 Uhr in der Baumannshöhle in Rübeland ein besonderes Konzert. „Bacio di Tosca“ mit der Sängerin Dörthe Flemming bringt schwarzromantische Neoklassik zu Gehör. Eine Rückbesinnung auf die in der Romantik populäre Form des Kunstliedes, vornehmlich mit Texten alter Dichter, charakterisieren das Programm. Die Atmosphäre der Höhle, die Geopunkt 1 der Landmarke 13 im UNESCO-Geopark ist, wird dem Konzert eine besondere Prägung geben.
Im Anschluß an das Konzert haben die Besucher die Möglichkeit bei einem "Meet and Greet" sowie einer Aftershowparty in der Kreuzmühle mit den Künstlern zu reden, ein Autogramm zu ergattern oder CDs zu erwerben.

Informationen und Kartenvorbestellungen bitte telefonisch in Rübeland im Tourismusbetrieb unter Telefon: 039454/ 49132!

Einlaß ab 18:30 Uhr

Eintrittspreis: € 12,00 pro Person

Bitte beachten Sie die konstante Temperatur von 8°C untertage. Das Mitbringen einer Decke oder eines Sitzkissens wird empfohlen!
 
Kategorie: Geopark

Kunstwerke am Grünen Band eingeweiht   05.03.2010 - 12:43 Uhr
 
„Begegnung I“ und „Begegnung II“ heißen zwei Teile eines Kunstwerks an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen den Städten Vienenburg in Niedersachsen und Osterwieck in Sachsen-Anhalt. Das Gesamtkunstwerk entstand im Auftrag des Regionalverbandes Harz als Teilprojekt des Erforschungs- und Erprobungsvorhabens „Erlebnis Grünes Band“ des Bundesamtes für Naturschutz.

Am 1. März begegneten sich vor Ort Künstler, Politiker, Vertreter der Jury und weitere Gäste. Begrüßt wurden sie von Landrat Joachim Claus, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Harz, und von Vienenburgs Bürgermeisterin Astrid Eltner auf der Hofstelle des Landwirts Gerhard Hohaus an der Alten Heerstraße Wiedelah. Nach einem kurzen Fußmarsch dann der spannende Moment: Lutz Stratmann, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, enthüllte die Skulptur „Begegnung I“. In seiner Ansprache verwies er auf die Bedeutsamkeit der Kunstwerke gerade an einem solchen Ort, an dem von der ehemaligen innerdeutschen Grenze nichts mehr zu sehen ist. Schon für die Generationen der unter 25-jährigen, für die die Einheit Deutschlands eine Selbstverständlichkeit ist, seien solche Erinnerungspunkte enorm wichtig. Das Kunstwerk würdigte der Minister als gelungene Erinnerung, an das was vor 20 Jahren geschehen war. Für die Künstlergemeinschaft Anna Kölle, Nicole Mentner und Detlef Kiep sprach der in Braunlage lebende Künstler anschließend über die Intention des Kunstwerks. Der Riss, der durch den Betonsockel des auf der Westseite stehenden Kunstwerks geht, zeichnet den Verlauf der früheren innerdeutschen Grenze zwischen Niedersachsen und den ostdeutschen Ländern nach. Schaut man durch ihn hindurch auf die jungen Rapspflanzen, so zeigt er sich als „Grünes Band“. Und schärft man den Blick auf den Horizont, so wird das Gegenstück sichtbar. Ungewollt, aber frei auch so interpretierbar: ein Schlüsselbart für das Tor zur Freiheit. Die Bronzefiguren auf beiden Teilen des Gesamtkunstwerkes: die Wartenden. Weiter zum Standort von „Begegnung II“ ging es für die Festgesellschaft mit insgesamt sechs Pferdestärken auf drei Wagen. In Sachsen-Anhalt begrüßte Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ aus Osterwieck die Gäste und fand bewegende Worte der Erinnerung. Gero Hammer, Vorsitzender des Kulturausschusses des Regionalverbandes Harz, informierte anschließend über den Wettbewerb, der im Ergebnis zur Auswahl des Entwurfs der Künstlergemeinschaft um Detlef Kiep geführt hatte. Mit den beiden Kunstwerken soll das „Grüne Band“, das im fruchtbaren Ackerland nur noch abschnittsweise erkennbar ist, durchgängig visualisiert werden. Vom „Harzer Grenzweg“, einem weiteren Teilprojekt des Erforschungs- und Erprobungsvorhabens „Erlebnis Grünes Band“ ist es nur ein kurzer Abstecher zu den Skulpturen. C.L. & K. G.

Zu unseren Bildern (von links):

Festgäste v. l.: Landrat Dr. Michael Ermrich, Landrat Joachim Claus, Anna Kölle, Minister Lutz Stratmann, Detlef Kiep und Nicole Mentner am Kunstwerk „Begegnung I“

Gero Hammer, Vorsitzender der Jury, am Kunstwerk „Begegnung II“

Bürgermeisterinnen bei ihrer ersten persönlichen Begegnung, v. l.: Astrid Eltner, Ingeborg Wagenführ. Fotos: Dr. Klaus George

 
Kategorie: Naturpark

12. Südharzsymposium   04.03.2010 - 08:30 Uhr
 
Am Samstag, dem 6. März, findet im Dorfgemeinschaftshaus Wettelrode das 12. Südharzsymposium statt. Ab 9.30 Uhr sind Vorträge zum Thema "Bergbaugeschichte im Südharz" zu hören. Zum Abschluss steht die Besichtigung des Bergbaumuseums Röhrigschacht Wettelrode mit Seilfahrt auf dem Programm. Weitere Informationen sind beim Organisator, der Biosphärenreservatsverwaltung, zu erfahren: www.bioreskarstsuedharz.de
 
Kategorie: Geopark

Eulen & Käuze - Eine Erfolgsgeschichte aus der Dinosauriersippe   04.03.2010 - 08:23 Uhr
 
Unter diesem Titel ist noch bis zum 11. April die Sonderausstellung im Museum Heineanum zu besichtigen. Aktuelle Funde fossiler "Urvögel" haben in Verbindung mit modernen molekularbiologischen Untersuchungsmethoden diese These eindrucksvoll bestätigt: Vögel sind eine überlebende Gruppe befiederter, räuberischer Dinosaurier. Mit etwa 9.800 Arten sind sie die artenreichste Klasse der Landwirbeltiere. Die Eulen und Käuze bilden eine eigene zoologische Ordnung mit über 200 Arten.
Die Sonderausstellung basiert auf der Konzeption und den Texten von Herbert Grimm und den prächtigen Präparaten von Marco Fischer.

Als Geopunkt 10 in der Landmarke 14 des UNESCO-Geoparks zeigt das Museum in seiner Dauerausstellung eine einzigartige ornithologische Sammlung. Zudem sind Skelette von Sauriern ausgestellt.
 
Kategorie: Geopark

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