Im Zeichen des Uhu Zwischen Regenstein und Ilsenstein
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Auf Spurensuche im Kiefernwald Mit der Eisenbahn in die Natur
Motiv Der HarzElbeExpress HEX bringt uns zum Bahnhof Börnecke in das Waldgebiet des Heers. Hier bestimmen nährstoffarme Sandböden die Vegetation. So dominiert die Kiefer, eine im nahe gelegenen Harz nur selten anzutreffende Baumart. Am Bahnhof überqueren wir die Gleise und folgen zunächst der Ausschilderung in Richtung Sandhöhlen. Dort angelangt, erwarten uns eine Lichtung, ein tiefer Geländeeinschnitt und mehrere Höhlen. Nach ihrer Erkundung geht es weiter in Richtung Regenstein. Unser Wanderweg mündet nach einem Linksknick in die alte Heerstraße, die Quedlinburg mit Goslar verband. Vor uns erblicken wir die Felsen des Regensteinmassivs, deren unzugängliche Klippen von den beiden im Gebiet vorkommenden Brutpaaren des Uhus bewohnt werden. Im Herbst und Winter erschallt in der Dämmerung der dumpfe Ruf des Uhus über den gesamten Heers. Doch anstatt auf die Dämmerung zu warten, nehmen wir den Weg in westlicher Richtung. Kurz danach zweigen wir links ab und durchqueren einen alten Hohlweg. Er führt uns alsbald entlang einer Lichtung und kurz darauf wieder durch den Wald. Am Weg zum Regenstein bemerken wir nun auf der linken Seite viele Grenzsteine, die auf der Vorderseite ein „B“ mit einer fortlaufenden Nummer und auf der Rückseite ein „P“ zeigen. Sie sind Zeugnisse jener Zeit, als die Festung Regenstein preußische Enklave im Herzogtum Braunschweig war. Bald wird der Wald lichter und wir folgen der Straße hinauf zur Ruine der Festung Regenstein. Urkundlich erstmals 1162 erwähnt, wurde die Burg im 14 Jh. berühmt. Damals stritt sich ALBRECHT II. VON REGENSTEIN (1293 – um 1350) mit den benachbarten Herrschern. Die Geschichte wird im Roman „Der Raubgraf“ des bekannten Schriftstellers JULIUS WOLFF beschrieben. Im 15. Jh. siedelte die Regensteiner Grafenfamilie auf das Blankenburger Schloss um. 1599 verstarb der letzte männliche Nachfahre der Regensteiner. Die Burg verfiel danach, bis sie schließlich im Jahr 1662 in preußischen Besitz gelangte. Ihre Festungsgeschichte begann. Zwischenzeitlich wurde sie während der napoleonischen Kriege besetzt. Nach ihrer Rückeroberung 1758 sprengten die Preußen die Burg, da sie nicht mehr benötigt wurde. Mit der 1812 errichteten Gaststätte begann die touristische Nutzung der erhalten gebliebenen Felsenkeller. Nach der Besichtung der Burgruine gehen wir den Weg, auf dem wir gekommen waren, zunächst zurück. Wir verlassen ihn aber alsbald, um - der Beschilderung folgend - einen Hohlweg mit Wagenspuren im Sandstein anzusehen. Einstmals verband er den Regenstein mit dem Vorwerk Nienrode. Am Ende des Hohlwegs kommen wir zu einer Wegkreuzung, an der wir den linken Weg wählen und zur Regensteinmühle wandern. Schon bald fällt unser Blick auf die beiden kaskadenartig angeordneten Wasserräder. Sie sind Nachbauten, die nach den Ergebnissen von Ausgrabungen zwischen 1988 und 1991 wieder errichtet wurden. Neben der Mühle finden wir einen in den Sandstein eingearbeiteten Laufweg. Er führt uns hinauf zum Mühlengraben, der die Mühle mit Wasser versorgt hat. Dann steigen wir wieder hinab und wandern talwärts. Am großen Sandstein nehmen wir den zweiten Weg nach rechts entlang des Waldrandes. Dort, wo der Waldrand nach Westen verspringt (nach ungefähr 10 Minuten Wanderzeit), gehen wir wieder in den Wald hinein und folgen bald den Schildern zurück zum Bahnhof Börnecke.

Gesamtlänge der Naturerlebnistour: ca. 9 km.
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Motiv Kurverwaltung
Blankenburg
Tel.:(03944) 2898
www.blankenburg.de
Von den Gärten der Neuzeit zum Kloster Michaelstein Zeitenreise ins frühe Mittelalter
Motiv In der Blütenstadt Blankenburg befindet sich beim Kleinen Schloss der Eingang zu den barocken Schlossgärten. Hier besichtigen wir den mit barocken Putten verzierten Terrassengarten, den angrenzenden modern gestalteten Fasanengarten und den Berggarten mit Teehaus. Ein Aussichtsturm ermöglicht uns dort einen weiten Blick über die Gärten bis hinaus ins Harzvorland. Auch das Große Schloss, unser nächstes Ziel, ist zu sehen. An seiner Stelle befand sich seit dem 11. Jh. eine Burg, die 1546 durch einen Brand zerstört und durch das Renaissanceschloss ersetzt wurde. Das mehrfach umgebaute Schloss erlebte viele Ereignisse, wie 1917 die Taufe von Prinzessin FRIEDERIKE VON HANNOVER (1917-1981). Sie wurde Königin von Griechenland, und war Mutter der heutigen spanischen Königin. Seit 2004 wird das Große Schloss restauriert, so dass wir nur den Vorhof betreten können, um von dort auf Blankenburg zu blicken. Nachdem wir den Vorhof des Großen Schlosses verlassen haben, überqueren wir die asphaltierte Straße. Hinter einem roten Gebäude geht es rechts auf den Panoramaweg, der uns durch wunderschöne Laubwälder führt. Sichtschneisen bieten immer wieder neue Blicke auf Blankenburg mit seinen imposanten Villen und darüber hinaus in das nördliche Harzvorland. An einer Wegegabelung folgen wir der Beschilderung Richtung Altstadt. Am Brunnenhaus verlassen wir den Panoramaweg Richtung Ziegenkopf. Dort begrüßen uns leibhaftige Ziegen direkt neben dem Abenteuerspielplatz. Ein Aussichtsturm lädt zum Aufstieg ein. Das Gasthaus wartet u. a. mit Harzer Wildspezialitäten auf. Und hier gibt es noch eine Besonderheit: die größten Hefeklöße der Welt! Nachdem wir uns gestärkt haben, führt uns die Wanderung entlang des Zufahrtweges zum „Albert Schneider-Denkmal“. Es ist dem Blankenburger Bahnpionier und Mitbegründer des Harzklubs ALBERT SCHNEIDER (1838-1910) gewidmet. Vom Denkmal aus folgen wir dem „Blankenburger Wasserweg“. Hohlwege führen uns von dort wieder zum Panoramaweg. Ab Höhe des Stadtteils Oesig fallen uns im Frühjahr Graureiher auf, die Nahrung zu ihren Nestern hoch oben in den Buchen beim Kloster Michaelstein bringen. Die dortigen Fischteiche wurden von Zisterziensermönchen angelegt, denen Fisch als Speise auch in der Fastenzeit diente. Insgesamt bewirtschaftete das Kloster in seiner Blütezeit mehr als 20 Fischteiche. Darüber hinaus besaß der Orden um 1360 etwa 500 Hufen Land (entspricht ca. 3.500 Hektar) im nördlichen Harz und in Mecklenburg. Hinzu kamen Anteile am Rammelsberger Bergbau und an den Lüneburger Salzpfannen. Fischzucht wird auch heute noch betrieben, und so können wir uns an frischem Fisch im Gasthaus „Zum Klosterfischer“ stärken. Das Kloster beherbergt heute eine Musikinstrumenten- Ausstellung und widmet sich u.a. der musikalischen Aufführungspraxis. In den Klostergärten gedeihen Kräuter und Gemüse. Zum Kloster gehörten auch einige Mühlen, die heute teilweise durch den Mühlenwanderweg touristisch erschlossen sind. Der Mühlenwanderweg beginnt am Kloster und führt uns auf seiner ersten Etappe vorbei an einem Auenwald, über dessen Tierwelt eine Tafel informiert. An der Bushaltestelle endet unsere Wanderung.

Gesamtlänge der Naturerlebnistour: 6,6 km
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Lüttges Bodfeld, Susenburg und KönigsburgWüstes Mittelalter
Motiv Wollen wir die Straße der Romanik verlassen und in den Harz hineinfahren, um dort nach Zeugnissen aus dem Zeitalter der Romanik zu suchen? Dann fahren wir mit dem Auto nach Königshütte, wo sich an der Straße in Richtung Tanne ein Parkplatz befindet. Von dort geht’s auf „Schusters Rappen“ weiter. Eine Brücke führt uns über die Kalte Bode. Am Ufer der Talsperre wandern wir, bis ein Schild den Weg zu den Resten der Kirche St. Andreas weist. Bald schon zweigt der Weg rechts ab, und es geht ein kleines Stück bergan. In der Mitte einer kleinen Lichtung entdecken wir die überwachsenen Mauerreste der Andreaskirche der Wüstung „Lüttges Bodfeld“. Die Pfalz Bodfeld jedoch, in welcher HEINRICH III. (1017-1056) verstarb, lag nach neueren Erkenntnissen nördlich von Elbingerode. Zurück an der Talsperre wandern wir weiter bis sich an einer Rechtskurve eine schöne Aussicht zum Wurmberg auftut. Wir erkennen den Wurmberg an seiner Skischanze. An der Staumauer informiert uns eine Tafel über das Ostharzer Talsperrensystem und die Sage von der Entstehungsgeschichte der ehemaligen Trogfurter Brücke. Über sie führten mehrere bedeutende Handelswege. Dann steigen wir hinauf zur Susenburg, eine vermutlich unvollendete Burg, von der einzig noch einige in den Stein gehauene Stufen künden. Sind sie erstmal erklommen, so bietet sich eine herrliche Aussicht über das Bodetal. Hier findet sich auch ein bedeutender Standort des Heilziests Betonica officinalis, eine seit der Antike geschätzte Heilpflanze. Und wieder geht es zurück zur Talsperre, deren Staumauer wir nun überqueren. Wir folgen dem Weg „Deutscher Kaiser und Könige“ zur Königsburg. Von deren Burgberg haben wir eine schöne Aussicht auf Bergwiesen mit Harzer Rotem Höhenvieh, einer alten Landrasse, sowie auf Brocken und Wurmberg. Dann geht’s den Burgberg hinab nach Königshütte. Im Tal folgen wir einige Minuten dem Ufer der Warmen Bode. Kurz nachdem wir sie überqueren, vereinigt sie sich mit der Kalten Bode zur Bode.

Gesamtlänge der Naturerlebnistour: 8,6 km
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Motiv Schauhöhlen und - bergwerksbetrieb Rübeland
Öffnungszeiten:
täglich ab 9.00 Uhr, in Vor- und
Nachsaison jeweils nur eine Höhle
Tel.: (039454) 49132
www.harzer-hoehlen.de
Altenburg bei Heimburg und Kirche DerenburgEine Radtour durch den nördlichen Vorharz
Motiv Von Wernigerode aus fahren wir auf dem Radweg R1 in östlicher Richtung am Harzrand entlang. Auf halbem Weg zwischen Benzingerode und Heimburg erreichen wir das Naturschutzgebiet „Ziegenberg bei Heimburg“. Der auf dem Berg vorkommende Halbtrockenrasen entstand durch Rodung und spätere Offenhaltung durch Beweidung (daher der Name „Ziegenberg“). Dort, wo der R1 die Straße kreuzt, biegen wir nach links ab. Neben dem Feuerwehrdepot Heimburg liegt auf einer kleinen Anhöhe der ehemalige Domänenhof. Durchqueren wir ihn, erreichen wir den Weg hinauf zum Burgberg der Altenburg. 1073 wurde sie als Burg des Salierkönigs HEINRICH IV. (1050-1106) urkundlich erwähnt. Vermutlich diente sie der Sicherung des Zugangs zu den Pfalzen und Bergbaugebieten im Mittelharz. Im 13. Jh. gelangte sie in den Besitz derer VON REGENSTEIN und wurde kurz nach ihrem Aussterben 1599 nur noch als Ruine erwähnt. Anfang der 1980er Jahre wurden die meisten Gebäudereste zugunsten eines Beobachtungsbunkers zerstört. Darauf befindet sich heute ein Pavillon, von dem sich eine weite Aussicht auf den Harz und das Harzvorland bietet. Neben dem Pavillon zeugt ein im 19. Jh. gepflanztes Lindenrondell vom Versuch, den Burgberg in einen romantischen Landschaftspark zu verwandeln. Zurück in Heimburg geht es auf der Straße weiter nach Osten bis wir bald Richtung Derenburg abbiegen. In Derenburg machen wir einen kleinen Abstecher zur St. Trinitatis-Kirche mit ihrem romanischen Westwerk. Der Name „Trinitatis“ bedeutet nach der christlichen Lehre „Dreieinigkeit“, also die Einheit von Gott „Vater“, Gott „Sohn“ (Jesus Christus) und Gott „Heiliger Geist“. Von Derenburg aus folgen wir nun dem Bode-Holtemme-Radweg, der uns nach Silstedt bringt. Dort lädt der Museumshof „Ernst Koch“ zu einem Besuch ein. Im Innenhof des aus dem 17. Jh. stammenden Ensembles finden wir landwirtschaftliche Geräte, wie zum Beispiel eine Dreschmaschine aus den 1920er Jahren. Im Haus sind eine „gute Stube“, eine Küche und ein Schlafzimmer original nachgestellt, so dass man einen guten Einblick von den Wohnverhältnissen vergangener Jahrzehnte erhält. Von Silstedt geht es auf dem Radweg entlang der L82 zurück nach Wernigerode.

Länge der Radtour: 27 km

Öffnungszeiten
Museumshof Silstedt:
Donnerstag 14 - 17 Uhr
Sonnabend 10 - 12 Uhr
Gruppenführungen nach Voranmeldung
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Für ausdauernde Radwanderer Über Wasserleben, Ilseradweg und R1
Motiv Wer noch etwas länger im Sattel sitzen möchte, der sollte nicht von Derenburg aus über Silstedt nach Wernigerode zurückkehren, sondern über wenig befahrene Straßen durch die Felder nach Langeln radeln. Alte Birn- und Kirschbäume säumen die über Heudeber führende Kreisstraße. Den südwestlichen Horizont markiert der Nordharzrand mit dem mächtigen Brockenmassiv. Unser Ziel in Langeln ist die Kirche St. Marien, deren 1987 abgerissener romanischer Turm in den 1990er Jahren wieder aufgebaut wurde. Er beherbergt heute ein Heimatmuseum. Ausgestellt wird auch die 500 Jahre alte Kirchturmuhr. Das Museum ist mittwochs von 15-17 Uhr geöffnet; Sonderführungen können mit Frau Gudrun Berndt ( 039458-3903) vereinbart werden. Von Langeln aus fahren wir weiter nach Wasserleben. In der dortigen Domäne ist ein „Ökologisches Zentrum“ eingerichtet. Fahren wir durch die Straße der MTS (MTS … Maschinen- Traktoren-Station, eine Einrichtung aus den frühen Jahren der DDR) und dann weiter in Richtung Freibad, tut sich am Rande des Auwaldrestes an der Ilse ein wunderbarer Blick zum Brocken auf. Das Freibad ist unmittelbar an der Ilse gelegen und bietet im Eingangsbereich einen bewachten Fahrradparkplatz. Nach einem erfrischenden Bad und einer kleinen Stärkung geht es weiter auf dem Ilseradweg über Veckenstedt nach Ilsenburg, und von dort auf dem R1 zurück nach Wernigerode.

Länge der Radtour: 31 km

Verwaltungsgemeinschaft Nordharz www.vg-nordharz.de
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Drübeck und Ilsenburg Eine spannende Rundwanderung
Motiv Direkt an der alten B6 liegt der Parkplatz des ehemaligen Benediktinerinnen-Klosters Drübeck. Schon am Weg informieren verschiedene Tafeln über die Geschichte des Klosters, seiner Gärten und über die „Straße der Romanik“. Als erstes wenden wir uns den Gartenanlagen zu. Die Gärten wurden erst 2006 nach Erkenntnissen archäologischer Ausgrabungen rekonstruiert. Den „Garten der Stille“, den „Garten der Äbtissin“, den „Rosengarten“, „Bleichwiese und Pensionärsgarten“ sowie den „Domänengarten“ finden wir auf dem Klostergelände. Abgerundet wird das Ensemble durch eine angrenzende Streuobstwiese. Eine alte Sommerlinde auf dem Klosterhof ist als Naturdenkmal geschützt. An ihr vorbei gehen wir in die Klosterkirche, die zu stiller Andacht einlädt. Danach verlassen wir das Kloster und begeben uns in westlicher Richtung auf den Weg „Von Kloster zu Kloster“. Dieser Weg ist der erste Abschnitt unserer Rundwanderung, an deren Wendepunkt wir das Kloster Ilsenburg besuchen werden. Zunächst bietet uns der Weg zum Sportplatz Drübeck erste Orientierung, ehe es in den Wald hineingeht. Nach ca. 2 km passieren wir Teiche, wo wir uns an Hand der dort aufgestellten Tafeln über die heimische Fischfauna und die am Wasser lebenden Vögel, wie Eisvogel und Stockenten, informieren können. Kurz danach sind wir schon am Kloster Ilsenburg, einem weiteren Bauwerk an der Straße der Romanik. Ursprünglich stand an der Stelle des heutigen Klosters eine Jagdpfalz, die jedoch mit Ländereien im Jahre 1003 von HEINRICH II. (973-1024) dem Halberstädter Bistum geschenkt wurde. In den folgenden 15 Jahren erfolgte die Klostergründung. Die ehedem dort ansässigen Ritter verlegte man zur Überwachung des Klosters und der Reichsforsten auf den Ilsestein (Titelbild). Ihre wohl im Jahr 1007 erbaute Burg auf dem Granitfelsen, der das Ilsetal 150 m überragt, wurde 100 Jahre später auf Geheiß des Papstes zerstört. Auch wenn von der Burg heute nur noch wenige Mauerreste erhalten sind, so lohnt ein Aufstieg zum 473 m über NN gelegenen Ilsestein:Ausblicke über das Ilsetal und Ilsenburg in das Harzvorland oder über den Harz bis zum Brocken. Ein gusseisernes Kreuz erinnert an gefallene Adlige im Befreiungskrieg 1813/14. Während des Bauernkrieges wurde im Jahr 1525 auch das Kloster teilweise zerstört. Trotzdem blieb ein seltener Stuckfußboden (Gipsestrich) mit Malereien aus dem 12. Jh. - der hohen Zeit romanischer Kunst - erhalten. Ein Fisch mit Stierkopf, Symbol des heiligen Abendmahls, gehört zu den Motiven. Gegenüber der Kirche befindet sich das restaurierte Refektorium, dessen Gewölbe von zwölf Säulen (darunter sieben Originalen), gestützt wird. Sie sind Symbol der Jünger Jesu. Neben dem Refektorium beginnt der Südflügel, der momentan nach den Erkenntnissen archäologischer Ausgrabungen saniert wird. Zwischen Waldrand und dem Stadtrand von Ilsenburg befindet sich nahe am Kloster eine Wiese mit einigen Obstbäumen. Auf diesen wachsen Misteln Viscum album, Halbschmarotzer, die den Obstbäumen zwar Wasser und Nährstoffe entziehen, als grüne Pflanzen aber selbst assimilieren. Misteln sind zweihäusig, d. h. wir unterscheiden männliche und weibliche Pflanzen. Die Früchte sind bei beerenfressenden Vögeln, insbesondere Drosseln, sehr beliebt. Die Vögel sorgen für die Verbreitung, indem sie die klebrigen Samen von ihren Schnäbeln an Ästen anderer Bäume abwischen. Die Mistel findet als Arzneipflanze Anwendung. Nun geht es wieder zurück, bis zu der Stelle, wo sich der Radweg R1 teilt. Dort verlassen wir den Wanderweg „Von Kloster zu Kloster“ und gehen geradeaus auf dem R1 weiter bis zu den ersten Häusern von Öhrenfelde. Unterwegs kommen wir an den Erdfällen von Drübeck vorbei. Sie entstanden durch Auslaugung unterirdischer Gipsvorkommen und wurden bis 1925 als Gipsbruch genutzt. Zu Beginn des Ortes Öhrenfelde liegt ein Angelteich, an dem wir links abbiegen und ein kurzes Stück an der Straße entlang laufen. Doch schon bald kommen wir an eine Kreuzung, wo wir die Straße wieder verlassen und dem Wiesenweg folgen. An seinem höchsten Punkt befindet sich im Schutz zweier Bäume eine Bank. Von dort blicken wir schon auf Drübeck. Nun ist es nur noch ein kleiner Abstieg, bis wir wieder beim Kloster sind.

Gesamtlänge der Naturerlebnistour (ohne Abstecher zum Ilsestein): 6,9 km
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Motiv Tourist-Information Ilsenburg
Tel.: (03 94 52) 1 94 33
www.ilsenburg-tourismus.de
Ausgewählte Übernachtungsmöglichkeiten
Motiv„Zum Klosterfischer“
Blankenburg/Michaelstein
www.klosterfischer.de
Tel.: (03944) 351114
MotivAusflugsgaststätte und Hotel
„Helsunger Krug“ Blankenburg
www.helsunger-krug.de
Tel.: (03944) 353061
MotivHotel-Restaurant-Café
„Grüne Tanne“ Elend
www.mandelholz.de
Tel.: (039454) 460
MotivBerggasthof und Pension
„Ziegenkopf“ Blankenburg
www.ziegenkopf.de
Tel.: (03944) 353260
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Text: Stefan Döring & Dr. Klaus George
Fotos: George, Wadewitz