Tanzende Jugendliche © Dr. Klaus
Tanzende Jugendliche © Dr. Klaus

Ulrich Schrader

 

v. l. Landrat Joachim Claus, Preisträger Ulrich Schrader, Laudatorin Elfi Krajewski (Foto: Linke)

Der Kulturpreis 2010 wurde unter dem Thema "Der Harz im Blickpunkt künstlerischer Fotografie" vergeben. Die Auszeichnung erhielt der Fotograf ULRICH SCHRADER aus Halberstadt. Die digitalen schwarz-weißen Panoramabilder SCHRADERs überzeugten die Jury. Motive sind die Teufelsmauer, die Burg Falkenstein, der Ilsestein sowie das Brockengebiet.

An dieser Stelle soll nun Laudatorin Dr. ELFI KRAJEWSKI zu Wort kommen: "Ulrich Schrader, der sich dem Medium Fotografie verschrieben hat, ist auf diesem weit verzweigten Gebiet freiberuflich tätig. Die Fotografie ist seine "alte Liebe", der er immer noch treu ist.

Bereits im Alter von 15 Jahren richtete er sich so gut es damals ging, eine eigene Dunkelkammer ein ... Die Begeisterung des jungen Amateurs wurde zur Leidenschaft. Aus der zunächst laienhaften Beschäftigung mit der Fotografie erfolgte 1988 die Ausbildung zum Fotografen, 1991 als Berufsabschluss der Meisterbrief. Die Technik, heute weniger die analoge, sondern die digitale, so SCHRADER, muss beherrscht werden. Wenn sich diese dann mit Kreativität und Lust am Experimentellen paart, kann Fotografie zur künstlerischen Aussage werden.

Bei seiner beruflichen Arbeit schöpft ULRICH SCHRADER die Breite fotografischer Anwendungsgebiete voll aus, sei es, dass er die Kamera wissenschaftlich, dokumentarisch oder künstlerisch einsetzt. Als Naturliebhaber gehört die Landschaft zu seinen bevorzugten Motiven ...

Dichter und Maler, wie GOETHE, NOVALIS, CASPAR DAVID FRIEDRICH und viele andere bereisten und durchwanderten den Harz, gaben dieser Landschaft in ihren Dichtungen und Gemälden Gestalt, Form und Gesicht. Auch ULRICH SCHRADER begab sich auf Spurensuche, war und ist oft mit seiner Kamera unterwegs auf der Suche nach geeigneten Motiven. Und diese bieten sich dem Blick des geschulten Fotografen in Fülle. Mit dem Klick des Auslösers fixiert er das Sichtbare; und dennoch bestimmt hierbei letztlich die Natur, die Landschaft, das Bild. Angefüllt mit Bildmaterial, wie er es nennt, beginnt für ULRICH SCHRADER zu Hause die kreative Arbeit am Computer, der schöpferische Akt, die Inszenierung seiner Panoramabilder. ... Es sind ästhetisch schöne Bilder, allesamt in Schwarz, Grau und Weiß. Variierende Farbabstufungen - Zwischentöne - machen den malerischen Reiz seiner beeindruckenden Kompositionen aus. Es sind schweigende Bilder, wohltuend für den Betrachter in unserer heutigen lärmenden Zeit. Sie suggerieren Stille, die mit allen Sinnen erfahrbar wird."