Bergleute vor dem Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld © Dr. Klaus
Bergleute vor dem Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld © Dr. Klaus

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Schönste Geotope Deutschlands

Unter der Schirmherrschaft des anwesenden Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, MdB Ernst Hinsken, hat die Akademie der Geowissenschaften am Freitag, dem 12. Mai 2006 im Leineschloss Hannover, dem Sitz des Niedersächsischen Landtages, den Bundeswettbewerb "Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" ausgewertet. Aus über 12.000 amtlich registrierten Geotopen und 180 Bewerbungen um die Anerkennung als "Nationaler Geotop" wurden 77 Geotope ausgewählt und ausgezeichnet. Geotope sind - von natürlichen oder künstlichen Aufschlüssen bis hin zu ganzen Landschaften - Orte, die Einblicke in die Erdgeschichte und oft auch Einblicke in die Nutzung von Rohstoffen gewähren. Als "Nationale Geotope" bzw. "National Geosites" sind sie auch für den Tourismus von großer Bedeutung, was Herr Hinsken anhand vieler Beispiele deutlich machen konnte. Für ihre Einbeziehung in das touristische Marketing ist die fünfjährig befristete Anerkennung, ihre gemeinsam Darstellung im ebenfalls am 12. Mai 2006 erschienen Bildband "Faszination Geologie. Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" sowie die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erteilte Erlaubnis das markenrechtlich geschützte Logo "planeterde – Welt der Geowissenschaften" für die Kennzeichnung der "Nationalen Geotope" zu verwenden, von größter Bedeutung. Nahezu jeder zehnte der anerkannten "Nationalen Geotope" liegt im UNESCO-Geopark "Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen", der gemeinsam vom Regionalverband Harz in Quedlinburg und von FEMO in Königslutter getragen wird. Im Einzelnen sind dies: - "Stromatolithen" am Heeseberg bei Jerxheim - Zechstein-Karstlandschaft am Südharz - Bergwerk Rammelsberg in Goslar - Harznordrand mit der Teufelsmauer - Bodetal im Harz - Harzer Blockhalden um den Brocken - "Lange Wand" bei Ilfeld.
Ein Besuch dieser "Nationalen Geotope" lohnt gerade um diese Jahreszeit, so der Quedlinburger Landrat Wolfram Kullik, Vorsitzender des Regionalverbandes Harz. Nähere Auskünfte enthalten die Faltblätter der 16 Landmarken, herausgegeben vom Regionalverband Harz (www.harzregion.de) oder das von der Akademie der Geowissenschaften herausgegebene Buch "Faszination Geologie", erhältlich ab sofort im Buchhandel (ISBN 3-510-62519-3).

Erlebnis Grünes Band

"Erlebnis Grünes Band" ist ein Erforschungs- und Erprobungsvorhaben des Bundesamtes für Naturschutz. In drei Modellregionen in Deutschland soll getestet werden, wie sich das Grüne Band - die frühere innerdeutsche Grenze - in die touristische Vermarktung integrieren lässt. Aus der erhofften Wertschöpfung könne langfristig die Sicherung des Systems artenreicher Biotope im ehemaligen Todesstreifen gesichert werden, so jedenfalls das Kalkül. Für die Harzregion vom Fallstein im Landkreis Halberstadt über den Nationalpark Harz bis zum Mackenröder Wald im Landkreis Nordhausen bzw. bis zum Grenzlandmuseum Tettenborn im Landkreis Osterode am Harz sollen dazu verschiedene Einzelprojekte realisiert werden. Auf Einladung des Regionalverbandes Harz (RVH), der das Projekt koordinieren wird, trafen sich am 18. April 2006 im Landratsamt Osterode am Harz Vertreter von Gebietskörperschaften und Vereinen der Harzregion, um über die Auswahl förderwürdiger Einzelprojekte und deren Vernetzung zu beraten. Wie der Geschäftsführer des RVH, Dr. Klaus George, zusammenfassend feststellte, war es wichtig, dass sich die Akteure untereinander kennen gelernt haben. Gemeinsam wollen sie das Projekt unter dem Motto "Grünes Band verbindet" zum Erfolg führen.

Geoparkbeirat berufen

Der Bürgermeister der Stadt Königslutter, Ottomar Lippelt, der Vorsitzende des Regionalverbandes Harz (RVH), Landrat Wolfram Kullik und der Vorsitzende des Vereins Freilicht- und Erlebnismuseum Königslutter (FEMO), Karl-Friedrich Weber, konnten am 20. April 2006 Geowissenschaftler, Vertreter von Naturschutz- und Tourismusverbänden sowie weitere sachkundige Personen begrüßen, die die Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen GbR als Trägerin des gleichnamigen UNESCO - Geoparks künftig in Fragen Geotopschutz, Wissensvermittlung und Vermarktung beraten werden. Der Geologe Dr. Henning Zellmer und der Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz, Dr. Klaus George, stellten die beiden Teilgebiete des Geoparks vor und gaben einen Ausblick auf die weitere Arbeit.

Beiräte für den UNESCO-Geopark

Am 11. Februar 2005 wurde der Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen von der UNESCO in das Global Network of Geoparks aufgenommen. Träger des Geoparks sind der Regionalverband Harz e. V. mit Sitz in Quedlinburg und der Verein Freilicht- und Erlebnismuseum in Königslutter. Sie bündeln ihre Geoparkaktivitäten in einer eigens dafür gegründeten GbR. Im nächsten Jahr werden Experten aus verschiedenenen europäischen Staaten im Auftrag der UNESCO den Harz besuchen, um sich ein Bild von der Qualität des Geoparks zu machen. Um den hohen internationalen Ansprüchen genügen zu können, hat die Gesellschafterversammlung der Geopark GbR deshalb beschlossen, sich künftig in ihrer Arbeit von Beiräten unterstützen zu lassen. Ein wissenschaftlicher Beirat soll die GbR insbesondere in geologischen und denkmalpflegerischen Fragen des Geoparks beraten. Die Aufgabe des Geoparkbeirates wird die Abstimmung unterschiedlicher Belange der verschiedenen Akteure in der Region des Geoparks sein. Während für den wissenschaftlichen Beirat vorrangig Experten aus Hochschulen, Museen und Landesämtern gefragt sind, werden dem Geoparkbeirat auch Vertreter von Tourismus-, Naturschutz- und Industrieverbänden angehören. Die entsprechenden Stellen wurden in diesen Tagen angeschrieben. In dem Brief werden sie gebeten, kompetente Persönlichkeiten für die Mitarbeit in den beiden Beiräten vorzuschlagen.