Veranstaltung in Wolfsberg @Dr. Klaus George
Veranstaltung in Wolfsberg @Dr. Klaus George

Neuigkeiten

 

Verbesserte Sichtbarkeit: Stelen inmitten des Geoparks

Umfragen im Harz ergaben, dass der Geopark unter Touristen einen sehr hohen Bekanntheitsgrad hat. Einheimische jedoch nehmen mitunter staunend zur Kenntnis, dass Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen über den Geopark berichten. Selten nur kennen sie jemanden persönlich, der in einer der beiden Geschäftsstellen des UNESCO-Geoparks in Quedlinburg bzw. Königslutter arbeitet. Bestenfalls haben sie schon die eine oder andere Informationstafel des Geoparks gesehen oder an einer geführten Wanderung teilgenommen. Doch reicht dies, um sich selbst mit dem UNECO-Geopark zu identifizieren?

Im UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen wird deshalb Schritt für Schritt eine neue Idee verwirklicht. Für Autofahrer gut sichtbar werden innerhalb von Ortslagen Stelen errichtet. Der Form nach erinnern sie an historische Meilensäulen oder Grenzsteine, die sogenannten „dreieckigen Pfähle“. Die beiden der Fahrbahn zugewandten Seiten tragen in großen Buchstaben die Aufschrift GEOPARK. Die im Vorbeifahren leicht lesbare Aufschrift soll neugierig machen. Autofahrer sollen animiert werden, sich bei nächster Gelegenheit darüber zu informieren, was ein Geopark ist und welche Ziele er verfolgt. Vielleicht halten sie ein nächstes Mal auch an, um sich - wie die Einwohner des jeweiligen Ortes - eine Stele näher anzuschauen.

Jede Stele ist auf ein Betonfundament montiert, ruht aber scheinbar in der sie am Fuß umgebenden Gabione. Deren Drahtkorb ist mit ortstypischem Gestein gefüllt. Auf der der Fahrbahn abgewandten Seite der Stele, die für Fußgänger gut erreichbar ist, befindet sich eine Informationstafel. Sie gibt Auskunft über das in der Gabione gezeigte Gestein. Gezeigt werden Steine, die ursprünglich zur Errichtung von Bauwerken im Ort genutzt wurden. Oft sind sie im unverputzten Mauerwerk von Gebäuden oder Mauern noch sichtbar. In Vergessenheit geraten ist jedoch längst, woher die Steine einst stammten. Auch darüber geben die Informationstafeln Auskunft. Die Lage aufgelassene Steinbrüche, die leider später oft als Müllplätze genutzt wurden, wird deshalb ebenso in Erinnerung gerufen wie die früheren Handelsbeziehungen des Städtebürgertums oder der Bauernschaft.

Nachdem 2016 in Heimburg und Drübeck die ersten beiden Stelen errichtet worden waren, erreichten die Geoparkgeschäftsstelle in Quedlinburg zahlreiche Anfragen interessierter Bürgerinnen und Bürger, ob nicht auch in ihrer Stadt oder Gemeinde eine Geopark-Stele errichtet werden könnte? Letztlich ist das aber immer eine Frage der Finanzierbarkeit. Dem Regionalverband Harz gelang es, Förderprogramme wie LEADER (in Sachsen-Anhalt im Bereich der LAG Harz) oder Landschaftswerte (in Niedersachsen mit Unterstützung der Landkreise Goslar und Göttingen) dafür zu nutzen. Neun neue Geopark-Stelen konnten so 2017 errichtet werden. Die Landräte der Landkreise Harz und Göttingen, ließen es sich nicht nehmen, je eine Stele im Gebiet Ihres Landkreises persönlich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu den Teilnehmern der Präsentationen zählten u. a. die Inhaber der vom Regionalverband Harz mit der Ausführung beauftragten Firmen (Roland Seibt Metallbau in Blankenburg und Hermann Heise-Metallbau Wulften), Vertreter der Städte und Gemeinden sowie Einwohner, die den Regionalverband Harz bei der Beschaffung des historischen Baumaterials halfen. Speziell ihnen sei mit diesem Beitrag gedankt. K.G.

Stele Drei Annen Hohne, Foto: Geroge    Stele Elend, Foto: Block

Zurück