Bergleute vor dem Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld © Dr. Klaus
Bergleute vor dem Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld © Dr. Klaus

Geopark

 

Der Alte vom Berge (Foto: Dr. Klaus George)

Soviel vorweg: Geoparks sind weder eigenständige Schutzgebiete noch Geologie-Parks! Ursprünglich waren sie gedacht als Netzwerke einer Vielzahl Geotope. Inzwischen sind Geoparks klar abgegrenzte Gebiete, wobei die Außengrenzen immer auch administrative Grenzen (z. B. Gemeinde- oder Landkreisgrenzen) sind. Jeder Geopark hat einen Träger. Das sind in Deutschland in der Regel gemeinnützige Vereine. Der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen wird jedoch von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts getragen: der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen GbR. Der Regionalverband Harz und der Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land-Ostfalen sind die beiden alleinigen Gesellschafter dieser GbR. Für die Harzregion, den südlichen Teil des Geoparks in den Ländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, ist der Regionalverband Harz verantwortlich.

 

In einem Geopark werden Geotope gleichsam zu Fenstern in die Erdgeschichte. Geotope sind Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. Dabei sind Geotope, die sich durch ihre besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen, besonders schutzwürdig.

 

Träger der Geoparks einen folgende Zielsetzungen:

 

 Schutz des geologischen Erbes,

 Förderung der Regionalentwicklung unter Einbeziehung der Bevölkerung und

 Bildung für nachhaltige Entwicklung.

 

Die Träger können die Zertifizierung ihres Geoparks beantragen. Dazu arbeiten sie in nationalen oder internationalen Geopark-Netzwerken zusammen.

 

In einem Geopark sind Geotope zugleich Sehenswürdigkeiten. Solche POIs (points of interest) werden im Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen schlicht „Geopunkte“ genannt. Um im zweitgrößten Geopark der Welt mit seiner außergewöhnlich hohen Zahl von Geopunkten nicht die Übersicht zu verlieren, werden hier Geopunkte in klar abgegrenzten Teilgebieten fortlaufend nummeriert. Die Teilgebiete tragen den Namen eines weithin sichtbaren oder besonders bekannten Punkts (Landmarke) und sind selbst fortlaufend nummeriert. Es entsteht so ein binäres Punktesystem, dass die Orientierung erleichtert. Die namensgebenden Landmarken sind immer Geopunkt 1 des nach ihnen benannten Teilgebiets des Geoparks.