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Regionale Kulturförderung   28.04.2008 - 12:53 Uhr
 
Bilanz nach drei Jahren Zielvereinbarung mit dem Land Niedersachsen

Von Dr. Klaus George

Die Förderung der Kultur in der Harzregion ist einer der Gründungsgedanken des Regionalverbandes Harz. Für das Gebiet des Landkreises Goslar nimmt der Regionalverband Harz die Aufgabe eines Landschaftsverbandes in Niedersachsen war. Im ebenfalls zum Regionalverbandsgebiet gehörenden Landkreis Osterode am Harz ist der Landschaftsverband Südniedersachsen zuständig. Nach Auflösung der Bezirksregierungen haben die 13 Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen Zielvereinbarungen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur abgeschlossen, auf deren Grundlage ihnen Landesmittel zur Förderung der Kultur zur Verfügung stehen. Gefördert wird in den Sparten Musik, bildende Kunst, nichtstaatliche Museen, Literatur und Sprache, freie Theater sowie Soziokultur und Kunstschulen. Die im Jahr 2005 abgeschlossenen Zielvereinbarungen verpflichten die Landschaften und Landschaftsverbände ebenso wie die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Region Hannover zur erstmaligen Selbstevaluierung nach drei Jahren Fördertätigkeit. Bis zum Ende des Jahres 2007 hatte der Regionalverband Harz deshalb umfangreiche Unterlagen vorzulegen. Es folgte ein Gespräch im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und abschließend Ende April 2008 eine zweitägige Arbeitskonferenz aller Landschaften und Landschaftsverbände und der Abteilung Kultur des zuständigen Ministeriums. Dazu waren die Geschäftsführer und die Sachbearbeiter in die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel eingeladen. Deren Leiterin, Frau Dr. Sabine Baumann moderierte die Tagung. Es kam zu einem freimütigen und durchaus auch kritischen Gedankenaustausch, der die Vorbereitung der 2009 neu abzuschließenden Zielvereinbarungen immer fest im Blick behielt. Als sehr anregend wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Vortrag „Ziele und Förderkriterien“ des Sozialwissenschaftlers Meinhard Motzko (Bremen) empfunden. Resümierend zog Frau Dr. Annette Schwandner, Abteilungsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, eine positive Bilanz der Arbeit der Landschaften und Landschaftsverbände in den letzten drei Jahren. Sie lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die schnelle Antragsbearbeitung. Angeregt wurde eine stärkere Vereinheitlichung der Arbeit der Landschaften und Landschaftsverbände, z. B. bezüglich der Termine für die Einreichung der Anträge. Auch der Regionalverband Harz konnte einige Anregungen für seine Fördertätigkeit mitnehmen. Vorbehaltlich einer noch ausstehenden Prüfung durch den Landesrechnungshof ist beispielsweise geplant, die Grenze der Mindesthöhe der Förderung von derzeit 2.500 € als formales Kriterium abzuschaffen. Somit könnten verstärkt auch kleinere Kulturvereine in den Genuss der regionalisierten Kulturfördermittel kommen. Ausnahmen hatte der Regionalverband Harz in seiner Förderpraxis im Einzelfall ohnehin bereits zugelassen, wie aus der Übersichtstabelle deutlich wird. In der Tabelle berücksichtigt sind ausschließlich Zuwendungsempfänger, die vom Regionalverband Harz aus den regionalisierten Kulturfördermitteln des Landes Niedersachsen gefördert wurden. Daneben hat der Regionalverband Harz Eigenprojekte realisiert und Projekte aus ihm zur Verfügung stehenden Spenden, insbesondere der VGH, gefördert.

Übersicht der Empfänger regionalisierter Kulturfördermittel 2005-2007

geordnet nach Zuwendungsempfängern
Anzahl Projekte: Förderung aus regionalisierten Landesmitteln

Oberharzer Geschichts-und Museumsverein e. V.
3 Projekte: 24.029 €

Gesellschaft der Freunde und Förderer des Internationalen Musikfestes Goslar-Harz e. V.
3 Projekte: 22.799 €

Verein zur Förderung moderner Kunst e. V. Goslar
3 Projekte: 14.500 €

Naturwissenschaftlicher Verein Goslar e. V.
3 Projekte: 13.250 €

Kulturforum Seesen e. V.
3 Projekte: 11.398 €

St. Andreasberger Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V.
3 Projekte: 11.000 €

FoKus e. V. Clausthal-Zellerfeld
3 Projekte: 8.845 €

Kontaktstelle Musik - Stadtmusikrat Goslar e. V.
3 Projekte 6.915 €

Konzerte an St. Andreas Seesen e. V.
2 Projekte: 12.500 €

Kirchengemeinde zum Markte Goslar
2 Projekte: 6.351 €

Gesellschaft zur Förderung der Harzburger Musiktage e. V.
2 Projekte: 5.027 €

VAMV Seesen e. V.
2 Projekte: 2.150 €

Kulturbetriebe e. V. Clausthal-Zellerfeld
1 Projekt: 7.000 €

Miteinander Goslar e. V.
1 Projekt: 6.850 €

Evangelische Kirchengemeinde Bad Harzburg
1 Projekt: 5.000 €

Singakademie Niedersachsen e. V.
1 Projekt: 4.500 €

Förderkreis Goslarer Kleinkunsttage e. V.
1 Projekt: 3.500 €

Verein zu Förderung der ökumenischen Kantoreiarbeit in Clausthal-Zellerfeld e. V.
1 Projekt: 3.000 €

Freunde des Sanatoriums Dr. Barner e. V. Braunlage
1 Projekt: 2.500 €

Kammerchor Braunlage
1 Projekt: 2.500 €

Kultur- und Heimatverein Benneckenstein e. V.
1 Projekt: 2.000 €

Harzer Förderkreis e. V.
1 Projekt: 1.030 €

Förderkreis Wilhelm Busch Mechtshausen e. V.
1 Projekt: 500 €

Förderkreis Kleines Heiliges Kreuz Goslar e. V.
1 Projekt: 330 €
 
Kategorie: Kultur

Neues Naturparkfaltblatt   28.04.2008 - 08:57 Uhr
 
Denkmäler als Wanderziele

Wallhausen. Anlässlich des Walpurgisempfangs des Regionalverbands Harz am 25. April 2008 im Schloss Wallhausen erhielt Horst Schöne aus den Händen des Verbandsvorsitzenden Landrat Joachim Claus den Naturparkpreis 2008. Die eigens angefertigte Informationstafel nahm der Bürgermeister der Stadt Harzgerode auch als Vorsitzender des Harzklubzweigvereins entgegen, der Horst Schöne in Personalunion ist. Die Ehrung erfolgte für die beispielhafte Restaurierung und hervorragende Ausschilderung des Luisentempels Alexisbad. Der Rundtempel ist ein interessantes Wanderziel in einer parkähnlichen Naturlandschaft über dem Selketal bei Alexisbad. Näheres zur Geschichte des Tempels verrät das neue Faltblatt des Regionalverbandes Harz, das ab sofort in der Geschäftsstelle bestellt werden kann (03946-96410 oder rvh@harzregion.de). Darüber hinaus informiert das Faltblatt auch über weitere sechs Denkmäler, die es im Rahmen des Wettbewerbs auf vordere Plätze schafften. Es sind dies das Lutherdenkmal in Mansfeld (am Lutherweg im Landkreis Mansfeld-Südharz), die Inszenierung der Landschaft im früheren Grenzgebiet bei Abbenrode - „Auflösung Eiserner Vorhang“ im Landkreis Harz, das Denkmal Grube Volkmar bei Hüttenrode (am Weg Deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Landkreis Harz), das Klage- und Rügegericht zu Volkmannrode zwischen Abberode und Stangerode im Landkreis Mansfeld-Südharz, der Gedenkstein für J. G. v. Langen im Kurpark Braunlage (Landkreis Goslar) und der Hoyerstein bei Gerbstedt, wiederum im Landkreis Mansfeld-Südharz. K. G.
 
Kategorie: Naturpark

Neuer Natur-Erlebnis-Weg   25.04.2008 - 08:26 Uhr
 
Was eint die Dolomiten und die Brandköpfe bei Scharzfeld? Sie bestehen aus Kalkstein. Als Geopunkt 2 in der Landmarke 5 des Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen ist die Einhornhöhle - die älteste Schauhöhle Deutschlands - nicht nur ein bekanntes Ausflugsziel sondern gemeinsam mit dem „Haus Einhorn“ auch Geoparkinformationszentrum und Stätte besonderer Gastlichkeit. Angeboten werden erlesene Harzer Spezialitäten, eine davon – der sogenannte „Ziegen-Gouda“ - reift sogar in der Höhle. Seit einiger Zeit befindet sich an der Einhornhöhle auch die Stempelstelle Nr. 101 der Harzer Wandernadel. Alles in allem also ein Edelstein unter den Ausflugszielen im Harz, der nun noch weiter aufpoliert wurde. Mit Förderung aus dem Programm „Natur erleben“ des Niedersächsischen Umweltministeriums wurden rings um die Einhornhöhle drei Rundwanderwege angelegt. An diesen befinden sich nicht nur interessante Informationstafeln, sondern auch verschiedene Punkte, an denen Natur live erlebt werden kann. Angebote für Kinder gehören selbstredend dazu. Nicht selbstverständlich ist das Angebot für Behinderte unter dem Titel „Höhle mit Handicap“. Wo so Vieles geboten wird, da lässt es sich auch Umweltstaatssekretär Dr. Stefan Birkner nicht nehmen, bei der Eröffnung dabei zu sein. Begrüßt wurde er u. a. von Landrat Bernhard Reuter, der besonders das Engagement der Familie Nielbock würdigte. Er verband seinen Dank mit der Einladung zu einer Partnerschaft mit dem Höhlen-Informationszentrum Iberger Tropfsteinhöhle des Landkreises Osterode am Harz, das im Juli eröffnet wird. K.G. (Foto v.l.: Dr. Birkner, Dr. Zellmer, Dr. Nielbock)
 
Kategorie: Naturpark

Symphonische Walpurgisnacht zwischen Barock und Romantik   10.04.2008 - 00:00 Uhr
 
Am Mittwoch, dem 30. April findet in der Kaiserpfalz Goslar wieder die „Symphonische Walpurgisnacht“ statt. Dieses jährliche Kulturereignis gehört inzwischen zum festen Bestandteil des Goslarschen Kulturkalenders. Das vom Regionalverband Harz geförderte Konzert beginnt 20.00 Uhr. Ab 19.00 wird ein Einführungsvortrag angeboten.
Die Musikauswahl orientiert sich an den Themen Natur, Frühling und Jahreskreis. So werden u. a. die 1. Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg, die Hebriden-Ouvertüre von Felix-Mendelssohn-Bartholdy oder die Sinfonie Nr. 6 von Ludwig van Beethoven erklingen. Chorwerke von Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn stehen ebenfalls auf dem Programm. Von J. P. A. Schulz wird die Vertonung des Gedichts von Matthias Claudius „Serenata im Wald zu singen“ zu hören sein.
Unter Leitung von Claus-Ulrich Heinke musizieren das Göttinger Sinfonieorchester, der Chor der SingAkademie Niedersachsen und die Mezzosopranistin Anna Haase, die Lieder aus Gustav Mahlers Zyklus „Des Knaben Wunderhorn“ singen wird.
Den Kartenvorverkauf haben die Touristinformation Goslar und das Kartenforum am Rosentor übernommen.
Der Eintritt kostet 22,-, 18,-, oder 15,- Euro.

Weitere Informationen: www.singakademie-niedersachsen.de
 
Kategorie: Kultur

Führungswechsel bei den Niedersächsischen Naturparken   09.04.2008 - 16:07 Uhr
 
Bonn/Hannover 9. April 2008. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Naturparke, Siegfried Siebens (Bild:Mitte) Geschäftsführer des Naturparks Steinhuder Meer, gibt nach 18 Jahren die Leitung für die 13 niedersächsischen Naturparke in jüngere Hände. Nachfolger wird Matthias Zimmermann, Vorstandsmitglied des Naturparks Lüneburger Heide und Geschäftsführer des Vereins Naturschutzparke. Er wurde bereits auf der letzten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Naturparke am 27. September.2007 im Naturpark Dümmer einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zimmermann hat sein Amt bereits am 01. April 2008 angetreten, die offizielle Amtsübergabe erfolgte am 09. April in Anwesenheit des Präsidenten des Verbandes Deutscher Naturparke, Dr. Michael Arndt, in Niederhaverbeck, im Naturpark Lüneburger Heide.

Siegfried Siebens übernahm 1990 den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft in einer schwierigen Zeit von seinem Vorgänger, OKD a.D. Hermann Kerl, der die Arbeitsgemeinschaft seit ihrer Gründung 1975 leitete. Die finanzielle Förderung der Naturparke durch das Land Niedersachsen nahm immer weiter ab und wurde schließlich ganz eingestellt. Siebens kämpfte beim zuständigen Umweltministerium, in den Fachausschüssen des Niedersächsischen Landtages und bei den Landtagsfraktionen unermüdlich für die Wiederaufnahme der Förderung, für eine stärkere Unterstützung der Arbeit der Naturparke und eine Festigung des politischen Stellenwertes durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit.


 
Kategorie: Naturpark