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Europäische Geoparke   30.03.2010 - 13:36 Uhr
 
Manosque. Zu ihrer diesjährigen Frühjahrestagung trafen sich Rat und Kommission des Europäischen Geoparke Netzwerkes (EGN) im Geopark Luberon in Frankreich. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Auswertung der Überprüfung von zwei der bisher 35 Mitglieder des Netzwerkes. Die Geoparke North Pennines (England) und North-West Highlands (Schottland) erhielten die Grüne Karte für eine weitere Mitgliedschaft in den nächsten vier Jahren. Seit dem letzten Netzwerktreffen waren außerdem drei Neubewerber vor Ort überprüft worden. Im Ergebnis konnten neu aufgenommen werden der Magma Geopark in Norwegen und der grenzüberschreitende Novohrad – Nograd Geopark (Ungarn und Slowakei). Ein Vertreter aus Letzterem absolvierte 2008 ein Praktikum beim Regionalverband Harz. Gescheitert ist zunächst die Bewerbung des Geoparks Muskauer Faltenbogen. Auch bei diesem handelt es sich um eine transnationale Initiative (Deutschland und Polen). Die Inspektoren aus Großbritannien und Irland, die das Gebiet bereist hatten, vermissten eine gemeinsame Trägerstruktur, bemängelten die geringe Sichtbarkeit des Geoparks in dessen polnischen Teilgebiet und bezweifelten die Nachhaltigkeit der finanziellen Absicherung. Das Konstrukt sei auch im deutschen Teilgebiet in einem zu hohen Maße abhängig von Fördermitteln.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war danach der Beratung von acht Neubewerbungen aus fünf europäischen Staaten vorbehalten. Mitglieder von Rat und Kommission hatten zuvor bei der Sichtung der umfangreichen Bewerbungsunterlagen ein gewaltiges Lesepensum zu absolvieren. Eine Bewerbung aus Russland scheiterte bereits nach dem Studium der eingereichten Unterlagen. Geoparke in Finnland, Griechenland, Italien und Spanien hingegen haben in den nächsten Monaten Inspektoren zu erwarten. Dr. Henning Zellmer, Geologe unseres Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen, wird an einer Überprüfung des Tuscan Mining Park in Italien mitwirken. Letztlich beantragte der Lesvos Geopark (Griechenland) eine Gebietserweiterung.
Margarete Patzak, Vertreterin der UNESCO in Rat und Kommission des EGN-Netzwerkes sowie des Globalen Netzwerkes der Geoparke berichtete, dass es auch außereuropäisch sieben neue Bewerbungen gibt: zwei aus China sowie je eine aus Brasilien, Japan, Kanada, Korea und Vietnam. Erstmals nahm auch eine zweite Vertreterin der UNESCO am Treffen der Europäischen Geoparke teil. Denise Gorfinkiel aus Uruguay will die Idee der Geoparke insbesondere in Mittel- und Südamerika populärer machen.
Breiten Raum des Netzwerktreffens nahm der Erfahrungsaustausch ein. Weil die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Neuaufnahmen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, fand dieser Erfahrungsaustausch in mehreren parallelen Workshops statt. K. G.
 
Kategorie: Geopark

Sonntagswanderung auf dem Karstwanderweg   26.03.2010 - 08:08 Uhr
 
Die nächste Sonntagswanderung auf dem Karstwanderweg findet am Sonntag dem 28. März statt. Andre Richter führt durch die Alabasterbrüche im Hasenwinkel bei Harzungen. Treffpunkt ist 14.00 Uhr an der Kirche Harzungen. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden.

www.karstwanderweg.de
 
Kategorie: Geopark

Glasmanufaktur Harzkristall lädt ein   26.03.2010 - 08:03 Uhr
 
Als Geopunkt 5 in der Landmarke 8 – Schloß Wernigerode© des UNESCO- Geoparks lädt die Glasmanufaktur Harzkristall vom 27. März bis zum 11. April wieder zu Aktionstagen und anderen Veranstaltungen ein. Am Sonntag, dem 28. März kann beispielsweise von 10 – 16 Uhr in der Schauwerkstatt gläserner Osterschmuck bemalt werden.

Der Erlebnisrundgang „manufaktOur“ bietet die Möglichkeit, sich über die Glasherstellung von der Antike bis zur Gegenwart zu informieren.

Weitere Informationen: www.harzkristall.de
 
Kategorie: Geopark

Regionale Kulturförderung   16.03.2010 - 13:53 Uhr
 
Geoparkinformationsstelle in Goslar vor Erweiterung

Zu den Vereinen, die in diesem Jahr im Rahmen der regionalen Kulturförderung durch den Regionalverband Harz unterstützt werden, gehört auch der Naturwissenschaftliche Verein Goslar. Der Verein, der bereits für die seit 2007 im Goslarer Museum gezeigte Dauerausstellung „Klassische Quadratmeile der Geologie“ verantwortlich zeichnet, stellt sich einer neuen Aufgabe. Unter dem Arbeitstitel „Goslarer Firmen – Vom Erz zum Wertobjekt“ konzipieren Vereinsmitglieder ehrenamtlich eine weitere Dauerausstellung. Um die Pläne am Ende auch anschaulich umsetzen zu können, wird natürlich Geld benötigt. Zum Stand der Planungen informierte sich Dr. Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz persönlich in den Räumen des Goslarer Museums. Im Kreis der Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins wurde er herzlich begrüßt von dessen Vorsitzenden Herwig Zang. 9.999 Euro, die höchste Summe, die der Regionalverband Harz für Einzelprojekte bewilligen kann, stehen als Unterstützung bereit. Reichen wird das noch nicht, weshalb weitere Spender oder Sponsoren willkommen sind. Durch die neue Ausstellung wird die Informationsstelle des UNESCO-Geoparks im Goslarer Museum erweitert.
 
Kategorie: Kultur

„Welcome“ im Geopark   12.03.2010 - 15:04 Uhr
 
Nordhausen. „Das kommt genau zur richtigen Zeit“, freute sich Rita Tölle, Geschäftsführerin vom Waldhotel Sülzhayn und blättert noch einmal durch das neue Faltblatt zur Geopark-Landmarke Kohnstein auf Englisch. „Im April haben wir anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers ehemalige Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora hier und ihnen kann ich das jetzt gleich in die Hand geben.“ Das Faltblatt zum Kohnstein ist das neunte von insgesamt 17 Landmarken-Flyern der Harzregion, das nun ins Englische übersetzt wurde. „Die Faltblätter kann man auch bei uns, beim Regionalverband Harz, online bestellen. Daher wissen wir, dass es eine starke Auslandsnachfrage gibt, überwiegend aus den Niederlanden und Dänemark, aber auch aus Groß Britannien“, sagte Dr. Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverbandes (RVH), einem Gesellschafter der UNESCO-Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen GbR. Daher sei es wichtig, dass die Info-Blätter zu den Landmarken auch auf Englisch erscheinen, so Dr. George beim heutigen Treffen der Geopark-Netzwerkpartner im Waldhotel Sülzhayn, das ebenfalls mit dem Regionalverband zusammenarbeitet. Denn neben den Zielen, das geologische Erbe zu schützen und Umweltbildung anzubieten, soll der Geopark eben auch den naturnahen Tourismus fördern – auch im Hinblick auf ausländische Gäste.

Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, die Fördermitglied im Geopark-Netzwerk ist, freute sich über den Flyer: „Da kann ich jetzt meiner Tante in England einen schicken.“ Matthias Ehrhold regte an, bei der Vorstellung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora das Außenlager Juliushütte in Ellrich stärker einzubeziehen, dessen Angebot bald durch ein neues Informationssystem erweitert werde. Bislang hat der Regionalverband Harz rund 1,4 Millionen Faltblätter zu den 17 Landmarken gedruckt und verteilt. Der Flyer zum Kohnstein, der Landmarke 7, ist im vorigen Jahr in vierter Auflage erschienen und gehört damit zu den nachfragestärksten Faltblättern. „Wir drucken in der Regel die Faltblätter jeweils in einer Auflage von 15.000 Stück, die dann im Schnitt für ein Jahr reichen. Das Durchnummerieren der Landmarken hat sich als Erfolg erwiesen, denn hier merkt man die Sammelleidenschaft der Menschen. Wenn Ihnen eine Nummer fehlt, weil sie beispielsweise am Auslegungsort vergriffen war, bestellen sie die bei uns nach“, so Dr. Klaus George. Im Landkreis Nordhausen gibt es zwei Landmarken, den Kohnstein und den Poppenbergturm, die inklusive der 14 Geopunkte vollständig beschildert sind. „Das Landmarkenkonzept war eine Harzer Idee“, so der RVH-Geschäftsführer. Dass in Zukunft weitere Landmarken dazukommen, stellte Dr. George in Aussicht. Denkbar wäre auf lange Sicht beispielsweise eine Landmarke zum Thema Salz in Bleicherode und Sollstedt.

Die UNESCO, die den Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen zertifiziert hat, strebt an, dass weltweit maximal 200 Geoparke entstehen. Diese Anzahl– wenig im Vergleich zu schon gut 100 Naturparken allein in Deutschland – sei bewusst gedeckelt. „Die UNESCO will hier etwas Exklusives schaffen und setzt dabei hohe Qualitätskriterien an. So werden wir alle vier Jahre überprüft, ob wir unsere Ziele erreicht haben“, erläuterte Klaus George den Netzwerkpartnern wie dem Südharzer Tourismusverband, Stadt Nordhausen, Lift gGmbH und Werna, wo die einzige Geopark-Infostelle im Landkreis beheimatet ist. Die letzte erfolgreiche internationale Inspektion gab es im Sommer 2009 – belohnt mit der so genannten Green-Card, die die Mitgliedschaft im internationalen UNESCO-Netzwerk für weitere vier Jahre bescheinigt J.P.

Zum Foto – zu sehen sind (v.l.n.r.): Wolfgang Krug (OT-BM Werna), Dr. Klaus George (GF RVH), Rita Tölle (GF Waldhotel Sülzhayn), Matthias Ehrhold, BM Ellrich, Joachim Claus (LR), Ralf Harms (Leiter Untere Naturschutzbehörde Landratsamt NDH), Hannelore Haase (GF Lift), Dr. Cornelia Klose (Leiterin Kulturamt Stadt NDH) André Richter (Südharzer Tourismusverband)
 
Kategorie: Geopark

Konzert in der Tropfsteinhöhle   12.03.2010 - 00:00 Uhr
 
Am Samstag dem 20.03. 2010 gibt es ab 19 Uhr in der Baumannshöhle in Rübeland ein besonderes Konzert. „Bacio di Tosca“ mit der Sängerin Dörthe Flemming bringt schwarzromantische Neoklassik zu Gehör. Eine Rückbesinnung auf die in der Romantik populäre Form des Kunstliedes, vornehmlich mit Texten alter Dichter, charakterisieren das Programm. Die Atmosphäre der Höhle, die Geopunkt 1 der Landmarke 13 im UNESCO-Geopark ist, wird dem Konzert eine besondere Prägung geben.
Im Anschluß an das Konzert haben die Besucher die Möglichkeit bei einem "Meet and Greet" sowie einer Aftershowparty in der Kreuzmühle mit den Künstlern zu reden, ein Autogramm zu ergattern oder CDs zu erwerben.

Informationen und Kartenvorbestellungen bitte telefonisch in Rübeland im Tourismusbetrieb unter Telefon: 039454/ 49132!

Einlaß ab 18:30 Uhr

Eintrittspreis: € 12,00 pro Person

Bitte beachten Sie die konstante Temperatur von 8°C untertage. Das Mitbringen einer Decke oder eines Sitzkissens wird empfohlen!
 
Kategorie: Geopark

Kunstwerke am Grünen Band eingeweiht   05.03.2010 - 12:43 Uhr
 
„Begegnung I“ und „Begegnung II“ heißen zwei Teile eines Kunstwerks an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen den Städten Vienenburg in Niedersachsen und Osterwieck in Sachsen-Anhalt. Das Gesamtkunstwerk entstand im Auftrag des Regionalverbandes Harz als Teilprojekt des Erforschungs- und Erprobungsvorhabens „Erlebnis Grünes Band“ des Bundesamtes für Naturschutz.

Am 1. März begegneten sich vor Ort Künstler, Politiker, Vertreter der Jury und weitere Gäste. Begrüßt wurden sie von Landrat Joachim Claus, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Harz, und von Vienenburgs Bürgermeisterin Astrid Eltner auf der Hofstelle des Landwirts Gerhard Hohaus an der Alten Heerstraße Wiedelah. Nach einem kurzen Fußmarsch dann der spannende Moment: Lutz Stratmann, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, enthüllte die Skulptur „Begegnung I“. In seiner Ansprache verwies er auf die Bedeutsamkeit der Kunstwerke gerade an einem solchen Ort, an dem von der ehemaligen innerdeutschen Grenze nichts mehr zu sehen ist. Schon für die Generationen der unter 25-jährigen, für die die Einheit Deutschlands eine Selbstverständlichkeit ist, seien solche Erinnerungspunkte enorm wichtig. Das Kunstwerk würdigte der Minister als gelungene Erinnerung, an das was vor 20 Jahren geschehen war. Für die Künstlergemeinschaft Anna Kölle, Nicole Mentner und Detlef Kiep sprach der in Braunlage lebende Künstler anschließend über die Intention des Kunstwerks. Der Riss, der durch den Betonsockel des auf der Westseite stehenden Kunstwerks geht, zeichnet den Verlauf der früheren innerdeutschen Grenze zwischen Niedersachsen und den ostdeutschen Ländern nach. Schaut man durch ihn hindurch auf die jungen Rapspflanzen, so zeigt er sich als „Grünes Band“. Und schärft man den Blick auf den Horizont, so wird das Gegenstück sichtbar. Ungewollt, aber frei auch so interpretierbar: ein Schlüsselbart für das Tor zur Freiheit. Die Bronzefiguren auf beiden Teilen des Gesamtkunstwerkes: die Wartenden. Weiter zum Standort von „Begegnung II“ ging es für die Festgesellschaft mit insgesamt sechs Pferdestärken auf drei Wagen. In Sachsen-Anhalt begrüßte Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ aus Osterwieck die Gäste und fand bewegende Worte der Erinnerung. Gero Hammer, Vorsitzender des Kulturausschusses des Regionalverbandes Harz, informierte anschließend über den Wettbewerb, der im Ergebnis zur Auswahl des Entwurfs der Künstlergemeinschaft um Detlef Kiep geführt hatte. Mit den beiden Kunstwerken soll das „Grüne Band“, das im fruchtbaren Ackerland nur noch abschnittsweise erkennbar ist, durchgängig visualisiert werden. Vom „Harzer Grenzweg“, einem weiteren Teilprojekt des Erforschungs- und Erprobungsvorhabens „Erlebnis Grünes Band“ ist es nur ein kurzer Abstecher zu den Skulpturen. C.L. & K. G.

Zu unseren Bildern (von links):

Festgäste v. l.: Landrat Dr. Michael Ermrich, Landrat Joachim Claus, Anna Kölle, Minister Lutz Stratmann, Detlef Kiep und Nicole Mentner am Kunstwerk „Begegnung I“

Gero Hammer, Vorsitzender der Jury, am Kunstwerk „Begegnung II“

Bürgermeisterinnen bei ihrer ersten persönlichen Begegnung, v. l.: Astrid Eltner, Ingeborg Wagenführ. Fotos: Dr. Klaus George

 
Kategorie: Naturpark

12. Südharzsymposium   04.03.2010 - 08:30 Uhr
 
Am Samstag, dem 6. März, findet im Dorfgemeinschaftshaus Wettelrode das 12. Südharzsymposium statt. Ab 9.30 Uhr sind Vorträge zum Thema "Bergbaugeschichte im Südharz" zu hören. Zum Abschluss steht die Besichtigung des Bergbaumuseums Röhrigschacht Wettelrode mit Seilfahrt auf dem Programm. Weitere Informationen sind beim Organisator, der Biosphärenreservatsverwaltung, zu erfahren: www.bioreskarstsuedharz.de
 
Kategorie: Geopark

Eulen & Käuze - Eine Erfolgsgeschichte aus der Dinosauriersippe   04.03.2010 - 08:23 Uhr
 
Unter diesem Titel ist noch bis zum 11. April die Sonderausstellung im Museum Heineanum zu besichtigen. Aktuelle Funde fossiler "Urvögel" haben in Verbindung mit modernen molekularbiologischen Untersuchungsmethoden diese These eindrucksvoll bestätigt: Vögel sind eine überlebende Gruppe befiederter, räuberischer Dinosaurier. Mit etwa 9.800 Arten sind sie die artenreichste Klasse der Landwirbeltiere. Die Eulen und Käuze bilden eine eigene zoologische Ordnung mit über 200 Arten.
Die Sonderausstellung basiert auf der Konzeption und den Texten von Herbert Grimm und den prächtigen Präparaten von Marco Fischer.

Als Geopunkt 10 in der Landmarke 14 des UNESCO-Geoparks zeigt das Museum in seiner Dauerausstellung eine einzigartige ornithologische Sammlung. Zudem sind Skelette von Sauriern ausgestellt.
 
Kategorie: Geopark

Kunst im Harz - Ausstellungen 2010   04.03.2010 - 00:00 Uhr
 
Der Regionalverband Harz hat auch für dieses Jahr ein Faltblatt zum Thema Kunst im Harz herausgegeben. Erstmalig wird auf eine „Dauerausstellung“ in der freien Landschaft des Natur- und Geoparks hingewiesen. Dabei geht es um die Kunstwerke am Grünen Band, der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Zwischen Vienenburg und Abbenrode steht das Environment „Auflösung Eiserner Vorhang“ des Künstlers Claus Christian Wenzel und an der weiter nördlichen verlaufenden Alten Heerstraße zwischen Lüttgenrode und Wiedelah kann das neue Kunstwerk „Begegnung I und Begegnung II“ der Künstlergemeinschaft Detlef Kiep, Nicole Mentner und Anna Kölle besichtigt werden.
Im Faltblatt werden weiter Ausstellungen im Mönchehaus Museum in Goslar, im Hüttenmuseum Thale, im Schloss Wallhausen, im Schloss Stolberg, im Schloss Harzgerode, im Harzmuseum Wernigerode, im Europa-Rosarium Sangerhausen, im Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen und die Ausstellung „Natur-Mensch“ in Sankt Andreasberg vorgestellt. Außerdem wird auf die Fotoausstellung des Regionalverbandes Harz hingewiesen, die in den Kreishäusern Halberstadt und Goslar sowie im Nationalparkhaus Ilsenburg gezeigt werden soll.
Das Faltblatt liegt in Kürze bei den Netzwerkpartnern des Regionalverbandes aus oder kann über diese Internetseite (Angebote) bestellt werden.
 
Kategorie: Kultur

Geopark-Informationsstelle Werna hat neuen Eingangsbereich   03.03.2010 - 15:00 Uhr
 
Die im Thüringer Teil des UNESCO-Geoparks Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen gelegene Geopark-Informationsstelle in Werna (Landmarke 7, Geopunkt 13) profitierte im vergangenen Jahr von einer Finanzspritze aus dem Konjunkturpaket II. Darüber informierte Landrat Joachim Claus Ende Februar während eines Pressegesprächs. 18.500 Euro flossen in die energetische Sanierung des Inspektorenhauses, in der die Info-Stelle untergebracht ist. 75 Prozent (13.875 Euro) finanzierte der Bund, 20 Prozent der Freistaat Thüringen (3.700 Euro), den Rest trug der Landkreis Nordhausen als Eigenanteil. Investiert wurden diese Mittel im letzten Quartal 2009 in Arbeiten an der Eingangsfrontseite des ehemaligen Inspektorenhauses.
Die Geopark-Informationsstelle wird nicht nur von interessierten Gästen besucht, sondern sie wird auch von Schulklassen, Vereinen und für Vorträge u. a. Veranstaltungen genutzt.
 
Kategorie: Geopark

Neues Bundesnaturschutzgesetz   03.03.2010 - 12:19 Uhr
 
Am 1. März 2010 ist das Gesetz zur Neuregelung des Naturschutzes und der Landschaftspflege – kurz Bundesnaturschutzgesetz – in Kraft getreten. Für Schlagzeilen sorgte in diesen Tagen die Regelung des § 39 Abs. 5. Danach ist es verboten, außerhalb des Waldes, außerhalb von Kurzumtriebsplantagen oder außerhalb gärtnerisch genutzter Grundflächen in der Zeit vom 1. März bis 30. September Bäume abzuschneiden. Auch Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze dürfen in diesem Zeitraum weder abgeschnitten noch auf den Stock gesetzt werden. Jederzeit zulässig sind jedoch schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses oder zur Gesunderhaltung. Verantwortungsbewusste Menschen achten darauf, dass dabei Vogelbruten nicht zu Schaden kommen. Auch jedes frei geschnittene Nest ist ein verlorenes Nest! Dr. Klaus George, Leiter des Naturparks Harz, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man die Vögel im Garten einige Tage vor dem beabsichtigten Heckenschnitt genau beobachten sollte, denn Nester sind auch in Formschnitthecken nicht immer leicht zu finden. Fliegen Altvögel mit Futter im Schnabel regelmäßig eine Hecke an, sollte man auf keinen Fall schneiden. Aber auch wenn männliche Vögel in der Nähe der Hecke warnen, wenn beispielsweise eine Katze durch den Garten streift, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Das Weibchen könnte brütend auf dem Nest sitzen. Zu den häufig in Hecken brütenden Singvogelarten zählen die Amsel, die Heckenbraunelle, die Zaungrasmücke oder der Bluthänfling.
Wer Zweifel hat, wie die Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes auszulegen sind, sollte bei der unteren Naturschutzbehörde seines Landkreises oder bei der für das Stadtgrün zuständigen Stelle im Rathaus nachfragen. Ohnehin sind die Baumschutzverordnungen bzw. Baumschutzsatzungen als spezielle örtliche Vorschriften auch weiterhin zu beachten. Warum aber auch das neue Bundesnaturschutzgesetz unmittelbare Rechtswirkung entfaltet, erklärt der Leiter des Naturparks so: „Hintergrund ist die Föderalismusreform, die konkurrierende Gesetzgebung zulässt, und die damit den Bundestag in die Lage versetzte, das unmittelbar geltende Naturschutzgesetz für ganz Deutschland zu beschließen.“
Und was sagt das neue Bundesnaturschutzgesetz zu den Naturparken? Naturparke gehören künftig zu denen, die von zuständigen Behörden bevorzugt mit der Ausführung von landschaftspflegerischen und –gestalterischen Maßnahmen beauftragt werden sollen. Naturparke eignen sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen besonders für die Erholung. Im Gebiet der Naturparke wird deshalb einerseits ein nachhaltiger Tourismus angestrebt, andererseits geht es aber auch um den Erhalt der Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt. Naturparke sollen deshalb geplant, gegliedert, erschlossen und weiterentwickelt werden. In den Landesnaturschutzgesetzen sollten die Bundesländer dazu die notwendigen Regelungen treffen, insbesondere die Naturparkplanung verbindlich vorschreiben. Nur so kann eine willkürliche Erschließung ohne ausreichende Rücksichtnahme auf die Natur vermieden werden. Im Harz gibt es bisher nur für den Naturpark „Harz/Sachsen-Anhalt“ eine Pflege- und Entwicklungskonzeption, die der Regionalverband Harz als dessen Träger mit Unterstützung des Landes Stück für Stück umsetzt.

Zu unserem Bild:
Amselmännchen. Foto: K. George
 
Kategorie: Naturpark