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Kulturpreis des Regionalverbandes Harz   28.12.2007 - 07:41 Uhr
 
Der Kulturpreis Harz 2008 geht an Matthias Keilich. Mit dem Preis wird der Regisseur für den Film „Die Könige der Nutzholzgewinnung“ geehrt. Der Spielfilm erzählt die Geschichte des liebenswerten Taugenichts Krischan, der in sein altes Waldarbeiterdorf Tanne im Ostharz zurückkehrt, um ausgerechnet dort einen Holzfällerwettbewerb auf die Beine zu stellen. Mit seinem unnachgiebigen Charme überwindet er nicht nur den massiven Widerstand seiner alten Freunde, sondern sägt auch das ganze Dorf aus Stillstand und Resignation. Der Film besticht durch seinen skurrilen Humor und die feine Beobachtung der Sorgen und Träume der arbeitslosen Holzfäller. Und der Harz spielt eindeutig die Hauptrolle des Films. Dass der Film im Harz spielt, ist der Co-Autorin Khyana el Bitar zu verdanken, deren Verwandte in Tanne wohnen und die sie sehr bei der Recherche zum Drehbuch unterstützt haben. Für Matthias Keilich war schon bald klar, dass er auch dort drehen würde, auch weil der Harz für ihn zu einem Stück Heimat geworden ist. Beim Drehen selbst gab es große Unterstützung aus der Region: Alle Komparsen waren entweder Bewohner von Tanne oder Mitglieder des Harzklubs e. V.
Der jährlich ausgelobte Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Er wird anlässlich des Walpurgisempfangs des Regionalverbands Harz am 25. April 2008 überreicht. C.L.
 
Kategorie: Kultur

Ausstellungseröffnung   20.12.2007 - 09:04 Uhr
 
Drei Länder – ein HARZ

Quedlinburg. Kurz vor Weihnachten konnte Petra Wernicke, Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, zusammen mit Landrat Joachim Claus, Vorsitzender des Regionalverbandes Harz, und Landrat Dr. Michael Ermrich (Landkreis Harz) eine neue Dauerausstellung eröffnen.
Der Regionalverband Harz ist Träger der Naturparke im Harz und des UNESCO-Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen, darüber hinaus aktiv im Bereich der Kulturförderung. Folgerichtig greift die neue Dauerausstellung diese Themen auf und versucht sie miteinander zu verbinden. Der Besucher wandert auf einem Zeitstrahl durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte. Dort wo im Harz Aufschlüsse alte Gesteine sichtbar werden lassen, gleichsam ein „Fenster in die Erdgeschichte“ öffnen, gibt es oft auch Zeugnisse der gesellschaftlichen Entwicklung in der Harzregion. So z. B. an der Eckertalsperre, wo als ältestes Gestein im Harz Gneis aufgeschlossen ist, wo aber auch eine Grenzsäule mitten auf der Staumauer an die Teilung Deutschlands erinnert. An der Eckertalsperre beginnt so gleichsam der Weg durch die Ausstellung. Besucherinnen und Besucher können erfahren wie Geologie, reines Harzwasser und erfrischend echtes Pils zusammengehören, warum Landschaftspflege notwendig ist, und was sie leisten kann. Schon einmal nachgedacht, wer für das Symbol des Naturschutzes Modell stand? Warum der Harz artenreich ist wie keine zweite Region in Deutschland? Die Antworten hält die Ausstellung bereit. Und wussten Sie eigentlich, dass Europasaurus holgeri, die kleinste Art der Dinosaurier, während des Jura dort lebte, wo heute bei Bad Harzburg jährlich edle Rösser um die Wette rennen? Der Harz ist eben eine Reise wert! Das wussten Dichter und Denker bereits seit einigen Jahrhunderten. Auszüge ihrer Dichtungen sind natürlich auch in der Ausstellung zu lesen. Und überhaupt: Wem die Informationen auf den Tafeln der Ausstellung nicht als Lesestoff reicht, der kann seinen Wissensdurst am Computerterminal löschen. Zur Ausstellungseröffnung gab es einen echten Durstlöscher, denn schließlich haben nicht nur das Land Sachsen-Anhalt und die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz die Einrichtung der Informationsstelle des Natur- und Geoparks gefördert, sondern auch die Hasseröder Brauerei GmbH hat sich finanziell beteiligt.
Die Ausstellung in der Hohen Straße 6 in Quedlinburg darf mit Recht viele Besucher erwarten, liegt sie doch zwischen Marktplatz und Stiftskirche Quedlinburg und damit genau an der Hauptroute der Stadtführungen durch die UNESCO-Welterbestadt.

 
Kategorie: Regionalverband

Planung einer Naturerlebnisroute entlang historischer Grenzen   14.12.2007 - 08:21 Uhr
 
Diplomarbeit erfolgreich verteidigt

Bernburg. Bereits 2005 absolvierte die Studentin der Landespflege Monique Bunzel ein halbjähriges Praktikum im Naturpark Harz. Eng mit ihrer damaligen Tätigkeit verbunden ist das Naturerlebnisprodukt „Naturerleben an den Harzer Schmalspurbahnen“. Zuletzt arbeitete Frau Bunzel an ihrer Diplomarbeit zum Thema „Planung einer Naturerlebnisroute entlang des Grünen Bandes und an historischen Grenzen im Harz in Umsetzung der Pflege- und Entwicklungskonzeption für den Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt“. Am 13. Dezember konnte sie nun ihre Diplomarbeit am Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung der Hochschule Anhalt verteidigen. Die Gutachter, Frau Prof. Dr. Birgit Felinks und Herr Dr. Klaus George, bescheinigten ihr eine sehr gute Leistung. Die Diplomarbeit ist eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Teilprojekts des Regionalverbandes Harz im Rahmen des E + E-Vorhabens „Erlebnis Grünes Band“ in der Modellregion „Erweiterter Harz“. Die Realisierung des Teilprojektes ist für 2008 geplant. Der Regionalverband Harz gratuliert der Diplomingenieurin FH!
 
Kategorie: Naturpark

Sonderausstellung MADONNA eröffnet   13.12.2007 - 08:59 Uhr
 
Kloster Walkenried


Nicht nur gemessen an den Besucherzahlen ist das erst Mitte 2006 eröffnete ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried ein Riesenerfolg. Auch die Fachwelt ist voll des Lobes, konnte Landrat Bernhard Reuter in seiner Begrüßung erfreut feststellen. Zu begrüßen waren die Gäste der Eröffnungsveranstaltung der ersten Sonderausstellung in diesem Museum. Passend zur Weihnachtszeit ist ein Bilderzyklus zu erleben, der Maria mit dem Jesuskind zeigt. Der Zyklus ist das Werk des Liebenburger Künstlers Gerd Winner. Möglich wurde die Sonderausstellung MADONNA durch Förderung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Stiftungsdirektor Tobias Henkel erinnerte in diesem Zusammenhang an die weitsichtige Entscheidung von Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, der 1568 die Reformation einführte, ohne das kirchliche Vermögen zu verstaatlichen. Vielmehr blieb es „als ein gemeiner Schatz dieser lande mit allem vleiß erhalten“.
Unser Bild zeigt (v. l.) Landrat Bernhard Reuter, Prof. Gerd Winner, Stiftungsdirektor Tobias Henkel und Ernst August Quensen, der in die Ausstellung einführte. Das Museum ist dienstags bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. K. G.
 
Kategorie: Kultur

Neues Naturparkfaltblatt   03.12.2007 - 12:13 Uhr
 
Vom Königstein zur Königspfalz

Westerhausen - Tilleda. Am Rand der Mitgliederversammlung des Regionalverbandes Harz am 27.11.2007 in Alterode konnte Landrat Dirk Schatz das neueste Naturparkprodukt präsentieren. Das Faltblatt „Vom Königstein zur Königspfalz“ beschreibt eine Harzüberquerung von Nord nach Süd, vom Königstein bei Westerhausen bis zur Königspfalz Tilleda. Insgesamt acht Wegeabschnitte verbinden authentische Orte historischen Geschehens. Zwei von ihnen sind Abstecher von der Hauptroute und führen zur Winzenburg bei Thale bzw. auf einer „Brunnentour“ von Stecklenberg zur Stiftskirche Gernrode. Die Grenze zwischen den Landkreisen Harz und Mansfeld Südharz wird zwischen dem wüsten Vorwerk Hilkenschwende und dem Tal der Wolfsberger Wipper überschritten. Die Tour eignet sich für einen Kurzurlaub. Übernachtungsmöglichkeiten am Wegesrand und Informationen zur Tour bieten u. a. das Berghotel Roßtrappe Thale, der Ferienpark Merkelbach zwischen Friedrichsbrunn und Siptenfelde, das Landgasthaus Jägerstube Dankerode und das Schloss Wallhausen.
 
Kategorie: Naturpark