Drei Länder – ein HARZ
Quedlinburg. Kurz vor Weihnachten konnte Petra Wernicke, Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, zusammen mit Landrat Joachim Claus, Vorsitzender des Regionalverbandes Harz, und Landrat Dr. Michael Ermrich (Landkreis Harz) eine neue Dauerausstellung eröffnen.
Der Regionalverband Harz ist Träger der Naturparke im Harz und des UNESCO-Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen, darüber hinaus aktiv im Bereich der Kulturförderung. Folgerichtig greift die neue Dauerausstellung diese Themen auf und versucht sie miteinander zu verbinden. Der Besucher wandert auf einem Zeitstrahl durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte. Dort wo im Harz Aufschlüsse alte Gesteine sichtbar werden lassen, gleichsam ein „Fenster in die Erdgeschichte“ öffnen, gibt es oft auch Zeugnisse der gesellschaftlichen Entwicklung in der Harzregion. So z. B. an der Eckertalsperre, wo als ältestes Gestein im Harz Gneis aufgeschlossen ist, wo aber auch eine Grenzsäule mitten auf der Staumauer an die Teilung Deutschlands erinnert. An der Eckertalsperre beginnt so gleichsam der Weg durch die Ausstellung. Besucherinnen und Besucher können erfahren wie Geologie, reines Harzwasser und erfrischend echtes Pils zusammengehören, warum Landschaftspflege notwendig ist, und was sie leisten kann. Schon einmal nachgedacht, wer für das Symbol des Naturschutzes Modell stand? Warum der Harz artenreich ist wie keine zweite Region in Deutschland? Die Antworten hält die Ausstellung bereit. Und wussten Sie eigentlich, dass Europasaurus holgeri, die kleinste Art der Dinosaurier, während des Jura dort lebte, wo heute bei Bad Harzburg jährlich edle Rösser um die Wette rennen? Der Harz ist eben eine Reise wert! Das wussten Dichter und Denker bereits seit einigen Jahrhunderten. Auszüge ihrer Dichtungen sind natürlich auch in der Ausstellung zu lesen. Und überhaupt: Wem die Informationen auf den Tafeln der Ausstellung nicht als Lesestoff reicht, der kann seinen Wissensdurst am Computerterminal löschen. Zur Ausstellungseröffnung gab es einen echten Durstlöscher, denn schließlich haben nicht nur das Land Sachsen-Anhalt und die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz die Einrichtung der Informationsstelle des Natur- und Geoparks gefördert, sondern auch die Hasseröder Brauerei GmbH hat sich finanziell beteiligt.
Die Ausstellung in der Hohen Straße 6 in Quedlinburg darf mit Recht viele Besucher erwarten, liegt sie doch zwischen Marktplatz und Stiftskirche Quedlinburg und damit genau an der Hauptroute der Stadtführungen durch die UNESCO-Welterbestadt.
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