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Landräte Claus und Schatz übernehmen die Führung   29.11.2007 - 07:46 Uhr
 
Landkreise setzen die Zusammenarbeit in der Harzregion fort

Alterode. Am Dienstag veranstaltete der Regionalverband Harz seine erste Mitgliederversammlung nach der Kreisgebietsneugliederung. Im Bildungshaus am Harz in Alterode trafen dazu nicht nur Landräte und Vertreter der Kreistage zusammen. Erschienen waren auch zahlreiche Vertreter der 127 Fördermitglieder.
Der Tagungsort im Landkreis Mansfeld-Südharz war nicht zufällig gewählt, sondern eine Referenz an das Mansfelder Land, dass seit der Kreisgebietsneugliederung wieder Mitglied im Regionalverband Harz ist.
Mit Spannung wurde erwartet, ob die Landkreise auch künftig ihre Zusammenarbeit fortsetzen würden? Seit dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden, dem früheren Quedlinburger Landrat Wolfram Kullik, hatte der Verband über Monate nur einen Übergangsvorstand. Für diesen berichtete der Nordhäuser Landrat Joachim Claus über die Arbeit des Verbandes im vergangenen Jahr. Zu den Erfolgen zählte er die Zertifizierung der Naturparke Harz in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen als „Qualitätsnaturparke“. Der Geopark wurde nicht nur für weitere zwei Jahre als UNESCO-Geopark anerkannt, sondern hat auch Aufnahme gefunden im Lehrbuch Geographie für Klasse 10 der Gymnasien. Im Bereich der Kultur hat der Regionalverband Harz Projekte im Gesamtumfang von 308 Tausend Euro mit im Durchschnitt 25 % gefördert. Zusammenfassend sagte Claus wörtlich: „Wir sind im Harz insgesamt besser positioniert, als uns ewige Zweifler immer wieder einreden wollen!“
Nach dem Bericht ging es um die Zukunft des Regionalverbandes: Wahl eines neuen Vorstands, Satzungsänderung, Wirtschaftsplan und Beitragsordnung. Für das Amt des Vorsitzenden kandidierte Landrat Joachim Claus (Landkreis Nordhausen), als Stellvertreter Landrat Dirk Schatz (Landkreis Mansfeld-Südharz). Beide wurden einstimmig gewählt. Mit der Satzungsänderung wurden die Voraussetzungen geschaffen, die es dem Salzlandkreis ermöglichen, mit Sonderkonditionen weiter im Verbund der Landkreise zu verbleiben. Der Salzlandkreis hat nach dem Wechsel der Stadt Falkenstein/Harz keine unmittelbaren Gebietsanteile mehr an dem Mittelgebirge, wohl aber an den Landschaftseinheiten Nordöstliches und Östliches Harzvorland. Diese sind geschichtlich eng mit der Harzregion im engeren Sinne verflochten und können sehr wohl an einer erfolgreichen Entwicklung der Destination Harz partizipieren. Die anderen fünf ordentlichen Mitglieder des Regionalverbandes Harz, die Landkreise Goslar und Osterode am Harz in Niedersachsen, Nordhausen in Thüringen sowie Harz und Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt verständigten sich auf eine an die Einwohnerzahl gebundene Beitragszahlung.
An dem strategischen Ziel eines Naturparks Harz über die Grenzen der drei Bundesländer verbunden mit einer Anerkennung als UNESCO-Geopark über das Jahr 2009 hinweg hält der Regionalverband Harz fest.
 
Kategorie: Regionalverband

Naturparkpreis 2008 geht nach Harzgerode   26.11.2007 - 14:44 Uhr
 
Der jährlich vom Regionalverband Harz e. V. ausgelobte Naturparkpreis geht 2008 an die Stadt Harzgerode.
Der nunmehr 10. Naturparkwettbewerb stand unter dem Motto „Denkmäler als Wanderziele“.

Auf einem Felsplateau über dem Selketal bei Alexisbad thront der „Luisentempel“. Er wurde im Jahr 1823 zu Ehren der Prinzessin von Preußen, der Tochter von Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt, aus Mägdesprunger Kunstguss errichtet. Heute ist der Luisentempel ein beliebtes Wanderziel. Die Ausschilderung durch den Harzklubzweigverein ist vorbildlich.
Beinahe wäre der Tempel aber schon in Vergessenheit geraten, denn 1987 stürzte er unter der Last einer vom Sturm umgeworfenen Fichte ein. Nur durch das Engagement der Stadt Harzgerode und Dank Unterstützung verschiedener Geldgeber konnte er aufwändig restauriert und 1992 wieder aufgebaut werden.

Aus den insgesamt vorliegenden zahlreichen Bewerbungen wählte die Jury sieben Beiträge aus, die während einer Befahrung näher in Augenschein genommen wurden. Die Jury besuchte außer dem Luisentempel das Denkmal am Volkmarskeller bei Hüttenrode, das Langendenkmal in Braunlage, den „Eisernen Vorhang“ bei Abbenrode, den Hoyerstein bei Gerbstedt, den Lutherbrunnen in Mansfeld und das Klage- und Rügegericht bei Stangerode. Diese sieben Denkmäler werden in einem 2008 erscheinenden Faltblatt vorgestellt. Das Faltblatt wird im Innenmarketing der Harzregion eingesetzt.

Die Preisverleihung erfolgt zum Walpurgisempfang des Regionalverbandes am 25. April 2008 im Landkreis Mansfeld-Südharz.
 
Kategorie: Naturpark

Strulle Meisdorf ist neuer Geopunkt in der Landmarke 15   26.11.2007 - 09:04 Uhr
 
Mit der restaurierten „Strulle“ gibt es im Ortsteil Meisdorf der Stadt Falkenstein einen neuen Geopunkt im UNESCO – Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen. Der Geopunkt mit der Nr. 6 wird in der gerade gedruckten 4., neu bearbeiteten Auflage des Faltblatts der Landmarke 15 „Schloss Ballenstedt-Unteres Selketal“ ausführlich vorgestellt. Der Regionalverband Harz bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen vor Ort ehrenamtlich Tätigen und beim Landesamt für Geologie und Bergwesen des Landes Sachsen-Anhalt. Das Faltblatt wird anlässlich der Veranstaltung in Meisdorf am 30. November der Öffentlichkeit präsentiert und ist dann an über 100 Informationsstellen des UNESCO - Geoparks in der Region zwischen Seesen und Neugattersleben bzw. zwischen Königslutter und Sangerhausen erhältlich.
 
Kategorie: Geopark

Landrat Joachim Claus vor der Presse   07.11.2007 - 07:47 Uhr
 
Naturpark Südharz in Thüringen rückt näher

Landrat Joachim Claus ist nicht nur amtierender Vorsitzender des Regionalverbandes Harz, sondern auch Vorsitzender des Südharzer Tourismusverbandes. Beide Verbände arbeiten seit Jahren eng zusammen; der Südharzer Tourismusverband ist Mitglied im Regionalverband. Angestrebt wird eine einheitliche Trägerschaft für alle Naturparke im Harz. Der Regionalverband Harz ist bereits Träger der Naturparke Harz/Sachsen-Anhalt und Harz in Niedersachsen. Beide Naturparke wurden inzwischen als Qualitätsnaturparke zertifiziert. Das hilft der Destination Harz im Wettbewerb um Gäste. Nur der Thüringer Teil des Harzes ist bisher noch kein Naturpark. Zuständig für dessen Verordnung ist das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt des Freistaates Thüringen. Dieses hat nun 10.000 Euro Fördermittel bewilligt, die der Südharzer Tourismusverband für Vorarbeiten zum Ausweisungsverfahren für den geplanten Naturpark Südharz verwenden wird. Der Naturpark Südharz könnte 32.250 ha groß werden und im Süden von der B 80 bzw. der B 243 begrenzt werden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (Nordhausen) und der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, Bernd Meyer, machten deutlich, dass ihnen der Schutz der einmaligen Natur am Südharzrand sehr am Herzen liegt. Der Naturpark wäre auch eine Werbung für die Region, die einen Besuch lohnt. Erste Hinweise und Tourvorschläge hat der Regionalverband bereits erarbeitet und in den Faltblättern der Landmarken 6 und 7 des UNESCO-Geoparks, im Faltblatt „Natur erleben an der TRANSROMANICA“ oder im Kaiserwegfaltblatt vorgestellt. Eine weitere Einbindung der Südharzregion in die Produktlinien des Regionalverbandes Harz ist vorstellbar, wenn der Südharz auch Naturpark wird. Beispielhaft genannt sei die Reihe „Naturerleben an den Harzer Schmalspurbahnen“, die bisher nur den Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt berücksichtigt, für den der Regionalverband Harz eine jährliche Förderung des Umweltministeriums in Magdeburg erhält. K. G.
 
Kategorie: Naturpark