Landkreise setzen die Zusammenarbeit in der Harzregion fort
Alterode. Am Dienstag veranstaltete der Regionalverband Harz seine erste Mitgliederversammlung nach der Kreisgebietsneugliederung. Im Bildungshaus am Harz in Alterode trafen dazu nicht nur Landräte und Vertreter der Kreistage zusammen. Erschienen waren auch zahlreiche Vertreter der 127 Fördermitglieder.
Der Tagungsort im Landkreis Mansfeld-Südharz war nicht zufällig gewählt, sondern eine Referenz an das Mansfelder Land, dass seit der Kreisgebietsneugliederung wieder Mitglied im Regionalverband Harz ist.
Mit Spannung wurde erwartet, ob die Landkreise auch künftig ihre Zusammenarbeit fortsetzen würden? Seit dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden, dem früheren Quedlinburger Landrat Wolfram Kullik, hatte der Verband über Monate nur einen Übergangsvorstand. Für diesen berichtete der Nordhäuser Landrat Joachim Claus über die Arbeit des Verbandes im vergangenen Jahr. Zu den Erfolgen zählte er die Zertifizierung der Naturparke Harz in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen als „Qualitätsnaturparke“. Der Geopark wurde nicht nur für weitere zwei Jahre als UNESCO-Geopark anerkannt, sondern hat auch Aufnahme gefunden im Lehrbuch Geographie für Klasse 10 der Gymnasien. Im Bereich der Kultur hat der Regionalverband Harz Projekte im Gesamtumfang von 308 Tausend Euro mit im Durchschnitt 25 % gefördert. Zusammenfassend sagte Claus wörtlich: „Wir sind im Harz insgesamt besser positioniert, als uns ewige Zweifler immer wieder einreden wollen!“
Nach dem Bericht ging es um die Zukunft des Regionalverbandes: Wahl eines neuen Vorstands, Satzungsänderung, Wirtschaftsplan und Beitragsordnung. Für das Amt des Vorsitzenden kandidierte Landrat Joachim Claus (Landkreis Nordhausen), als Stellvertreter Landrat Dirk Schatz (Landkreis Mansfeld-Südharz). Beide wurden einstimmig gewählt. Mit der Satzungsänderung wurden die Voraussetzungen geschaffen, die es dem Salzlandkreis ermöglichen, mit Sonderkonditionen weiter im Verbund der Landkreise zu verbleiben. Der Salzlandkreis hat nach dem Wechsel der Stadt Falkenstein/Harz keine unmittelbaren Gebietsanteile mehr an dem Mittelgebirge, wohl aber an den Landschaftseinheiten Nordöstliches und Östliches Harzvorland. Diese sind geschichtlich eng mit der Harzregion im engeren Sinne verflochten und können sehr wohl an einer erfolgreichen Entwicklung der Destination Harz partizipieren. Die anderen fünf ordentlichen Mitglieder des Regionalverbandes Harz, die Landkreise Goslar und Osterode am Harz in Niedersachsen, Nordhausen in Thüringen sowie Harz und Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt verständigten sich auf eine an die Einwohnerzahl gebundene Beitragszahlung.
An dem strategischen Ziel eines Naturparks Harz über die Grenzen der drei Bundesländer verbunden mit einer Anerkennung als UNESCO-Geopark über das Jahr 2009 hinweg hält der Regionalverband Harz fest. |